London - Flugausfälle, Verspätungen und Probleme beim Gepäck - all das sollte mit der Eröffnung des hochmodernen Terminals 5 in London Heathrow der Vergangenheit angehören. Doch auch am Tag nach der chaotischen Inbetriebnahme des 5,5 Milliarden Euro teuren Terminals mussten Fluggäste wieder stundenlang ausharren. Einige hatten zuvor die Nacht in Hotels verbracht, andere übernachteten auf Bänken.
Die Fluggesellschaft British Airways (BA), die als einzige den neuen Terminal nutzt, wollte nach eigenen Angaben am Vormittag 80 Prozent der geplanten Maschinen starten lassen. Bei den 20 Prozent der gestrichenen Flüge handele es sich um Inlands- sowie europäische Kurzstrecken, erklärte ein Sprecher. Alle Langstreckenflüge sollten stattfinden. Passagiere sollten vor der Anreise zum Flughafen möglichst im Internet prüfen, ob ihr Flug startet.
Insgesamt wurden am Vormittag 36 Flüge gestrichen, um die Nachwirkungen vom Vortag abzufedern, wie ein BA-Sprecher sagte. Anders als am Vortag, an dem nur Passagiere mit Handgepäck einchecken durften, konnte am Freitag wieder Gepäck aufgegeben werden. Als die Bänder am frühen Morgen wieder anrollten, sei es zu Streitereien zwischen den wartenden Passagieren gekommen, berichtet die Online-Ausgabe der "Times".
Am Tag der Eröffnung hatte British Airways Dutzende Flüge absagen müssen. Hauptgrund war der Ausfall des kompletten Gepäckannahmesystems, das eigentlich 12.000 Gepäckstücke pro Stunde aufnehmen und zum richtigen Flugzeug bringen soll.
"Wir entschuldigen uns ausdrücklich bei allen Kunden, die Reiseunterbrechungen oder Verzögerungen beim Gepäck hinnehmen mussten", sagte BA-Betriebsleiter Gareth Kirkwood dem Nachrichtensender CNN. "Wir wissen, dass ein erster Tag immer eine große Herausforderung ist."
reh/Reuters/dpa
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