Hongkong - Vier Monate vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele erschweren chinesische Behörden die Einreise in das Land. Bis Mitte Oktober würden an Ausländer keine Visa mehr ausgegeben, die zur wiederholten Reise in das Land berechtigten, teilten Mitarbeiter von Reisebüros mit.
Das chinesische Außenministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Bislang war es üblich, auf Antrag ein Visum zu erhalten, das zur wiederholten Einreise innerhalb von drei Jahren berechtigte. Jetzt gebe es nur noch ein Visum, mit dem man innerhalb von drei Monaten zweimal einreisen könne, sagte ein Mitarbeiter eines Reisebüros in Hongkong.
"Seit Anfang vergangener Woche erhalten wir keine Mehrfachvisa mehr", sagt Daryl Bending vom Reisebüro Concorde Travel in Hongkong. In erster Linie habe dies mit den Olympischen Spielen zu tun, die im August in Peking ausgetragen werden. Einige Kunden hätten bereits geplante Reisen nach China abgesagt, sagte Bending. Der Leiter der Kanadischen Handelskammer in Hongkong, Andrew Work, sagte, von der Änderung der Bestimmungen seien vor allem Geschäftsleute betroffen.
China habe in Hongkong auch die Vergabe von Tagesvisa für den Besuch der Nachbarstadt Shenzhen ausgesetzt. Die Stadt jenseits der Grenze ist für viele Menschen in Hongkong ein beliebtes Ausflugsziel für Shoppingtouren.
reh/AFP/AP
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