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01.06.2008
 

Computer-Panne

Rechner läuft, Lufthansa fliegt wieder

Alles auf Anfang: Nach einer Computer-Panne am Sonntagmorgen haben Lufthansa-Techniker die Rechner wieder zum Laufen gebracht - die Flieger sind wieder in der Luft. Acht Flüge musste die Lufthansa absagen, Zehntausenden Reisenden brockte sie Verspätungen ein.

Die Computerpanne im Lufthansa-Rechner hat dazu geführt, dass die Lufthansa acht innerdeutsche Flüge komplett absagen musste. Zehntausenden Lufthansa-Reisenden in aller Welt brockte der Fehler im System Verspätungen ein. Es war zu Datenchaos bei der Vorbereitung von etwa 1000 Flügen gekommen.

Wieder in der Luft: Lufthansa-Jet in Frankfurt am Main
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DDP

Wieder in der Luft: Lufthansa-Jet in Frankfurt am Main

Bei einigen Flügen am Sonntagvormittag fertigte das Personal mit ausgedruckten Listen das Gepäck per Hand ab und musste per Hand abgleichen, welcher Passagier wo sitzt. Eine bisher unbekannte Anzahl von Fliegern in aller Welt hob verspätet ab. Die Lufthansa schickt an einem Wochenendtag etwa 2000 Flüge in die Luft.

"Seit 15.30 Uhr ist alles wieder in Ordnung", sagt Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels. Die Techniker hätten das Computersystem noch einmal hochgefahren und konnten alle Fehler beheben. Am Sonntagmorgen hatte die Panne zu Flugverspätungen und längeren Wartezeiten für Passagiere auf der ganzen Welt geführt.

"Im Durchschnitt haben die Probleme zu einer Verspätung von 60 bis 90 Minuten pro Flieger geführt", so Bartels. Betroffen waren vor allem die Nordatlantikflüge von Frankfurt am Main und München. Es waren all die Informationen durcheinander gekommen, die vorhanden sein müssen, bevor ein Flugzeug starten kann: Platzbuchungen, Passagierdaten, Gepäckdaten.

Nachts um vier streikte der Computer

Am Sonntagnachmittag stand aber kein Flieger mehr am Boden, der schon am Morgen oder Mittag hätte startet sollen. Auf den Flughäfen stünden die Leute nicht mehr in Schlangen und warteten. Spätestens am Sonntagabend sollte sich der gesamte Verkehr wieder voll normalisiert haben, so Bartels.

Die Probleme im Computersystem seien nach einer Datensicherung aufgetreten, mit der in regelmäßigen Abständen Rechner abgeglichen würden: Sonntagnacht um vier hatte der Lufthansa-Computer nicht mehr so gewollt, wie er sollte.

Die Informatiker der Fluggesellschaft hatten eine Routine-Sicherung der Daten gemacht, alles wieder aufgespielt und waren gerade dabei, die Rechner hochzufahren. Da gerieten die Daten im Computersystem kräftig durcheinander.

maf/dpa

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