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23.07.2008
 

Streik bei Lufthansa-Töchtern

Mehr als 500 Flüge fallen aus

Chaos bis um Mitternacht: Vom 36-stündigen Pilotenstreik bei den Lufthansa-Töchtern CityLine und Eurowings sind Zehntausende Fluggäste betroffen - Lufthansa rechnet am Mittwoch mit mehr als 500 Flugausfällen in ganz Europa. Bereits am Dienstag wurden mehr als 400 Flüge gestrichen.

Frankfurt/Main - Lufthansa versucht, die Fluggäste auf andere Maschinen umzubuchen. Bei innerdeutschen Flügen können die Tickets auch in Bahnfahrscheine getauscht werden. Die Streiks sollen bis 24 Uhr gehen.

Annulliert: Fluginformation am Frankfurter Flughafen
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Getty Images

Annulliert: Fluginformation am Frankfurter Flughafen

Lufthansa rechnet nach den Worten einer Sprecherin in Frankfurt für Mittwoch mit insgesamt mehr als 500 Flugausfällen in ganz Europa bei CityLine und Eurowings. Nicht betroffen seien Verbindungen, die von anderen Regionalpartnern durchgeführt werden, sowie Langstreckenflüge. Bereits am Dienstag waren streikbedingt mehr als 400 Flüge gestrichen worden.

Mit dem 36-Stunden-Streik wollen die rund 1000 Piloten von CityLine und Eurowings höhere Gehälter durchsetzen. Vor zwei Wochen hatten sie bereits für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Die Lufthansa hatte zuletzt 5,5 bis 6,5 Prozent mehr Geld bei 18 bis 24 Monaten Laufzeit angeboten. Die Vereinigung Cockpit hält das Angebot für nicht verhandelbar, hat aber bislang ihre eigene Forderung nicht öffentlich bekanntgegeben.

CityLine und Eurowings bedienen im Auftrag der Lufthansa mit relativ kleinen Maschinen weniger stark frequentierte Verbindungen in Europa. Darunter sind auch Zubringerflüge zu den großen Drehkreuzen Frankfurt und München. Nicht betroffen von den Streiks sind dagegen Langstreckenflüge nach Asien oder Amerika sowie wichtige innereuropäische Strecken, die von der Lufthansa AG geflogen werden. Auch andere Lufthansa-Töchter wie Air Dolomiti fliegen planmäßig.

Die Verhandlungen bei den Piloten der Töchter finden unabhängig von den Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine bei der Lufthansa-Konzernmutter statt. Hier läuft derzeit eine Urabstimmung der Gewerkschaft ver.di, die ebenfalls den Weg für unbefristete Streiks frei machen soll. Mit einem Ergebnis der Mitgliederbefragung wird am Freitag gerechnet, anschließend könnten auch hier Streiks den Flugplan durcheinanderwirbeln.

hen/dpa

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