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30.07.2008
 

Qualmendes Triebwerk

Zwei Boeing-Maschinen landen mit technischen Problemen

Zwei Flugzeuge des Herstellers Boeing sind unter dramatischen Umständen gelandet: In Japan ist aus einem Triebwerk Rauch gequollen, später brach Feuer aus. In Kanada brachen Teile der Klimaanlage ab und beschädigten die Maschine stark.

Tokio/Vancouver - Schlechte Nachrichten für das US-Unternehmen Boeing: Nach den Notlandungen der australischen Airline Qantas hatten wieder zwei ihrer Maschinen Probleme bei der Landung. Am Morgen ist eine Maschine der Vietnam Airlines mit qualmendem Triebwerk in Japan gelandet. Ein Fluglotse habe gesehen, dass bei der Landung auf dem Flughafen von Narita bei Tokio Rauch aus dem rechten Triebwerk der Boeing 777 quoll, sagte ein Sprecher des japanischen Verkehrsministeriums.

Boeing 747 der Cathay Pacific: Schwer beschädigt bei der Landung
REUTERS

Boeing 747 der Cathay Pacific: Schwer beschädigt bei der Landung

Der Pilot des aus Ho-Tschi-minh-Stadt kommenden Flugzeugs habe die Landung vollzogen und die Passagiere aussteigen lassen. Eine Stunde später sei ein Feuer ausgebrochen, das von den bereitstehenden Feuerwehrleuten gelöscht worden sei. Keiner der 264 Passagiere sei verletzt. Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen.

Vietnam Airlines erklärte, die Besatzung habe durch einen Alarm bemerkt, dass die Temperatur des betroffenen Triebwerks den Grenzwert überschritten hatte. Die Besatzung habe gemäß den Vorschriften reagiert. Als der Alarm aufgehört habe, habe der Pilot das Flugzeug normal landen können, und die Passagiere seien "normal" zum Terminal gegangen.

Fernsehbilder zeigten, wie dichte Rauchwolken aus dem Triebwerk quollen, während die Passagiere aus dem Flugzeug kamen. Ein Passagier berichtete im Fernsehsender NHK, während des Fluges sei ihm ein Geruch aufgefallen, "als ob der Motor brennen würde".

In der westkanadischen Metropole Vancouver ist eine Boeing 747 der Cathay Pacific bei der Landung durch eine abgebrochene Abdeckung erheblich beschädigt worden. Dennoch landete die Maschine ohne Probleme, die 363 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon, wie der kanadische Sender CBC am Dienstagabend (Ortszeit) berichtete. Nach ersten Angaben war an der Unterseite der Maschine die Abdeckung der Klimaanlage abgebrochen und hatte andere Teile des Flugzeugs beschädigt.

Erst vor wenigen Tagen war ein Jumbo der australischen Gesellschaft Qantas mit 360 Menschen an Bord während des Flugs beschädigt worden. Dabei hatte wahrscheinlich eine explodierende Sauerstoffflasche in 8000 Metern Höhe ein drei mal vier Meter großes Loch in den Rumpf gerissen. Dem Piloten gelang eine Notlandung in Manila.

abl/AFP/dpa

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