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31.07.2008
 

Dramatische Notlandung

Qantas will Loch im Jumbo flicken

Ein autogroßes Loch im Flugzeug? Kein Problem für Qantas. Die australische Fluglinie will ihren havarierten Jumbo wieder reparieren. Noch nie hat die als sehr sicher geltende Airline eine Maschine durch Unfall verloren.

Canberra - Die australische Fluggesellschaft Qantas will das riesige Loch in dem vergangene Woche notgelandeten Jumbo reparieren. "Wir gehen sicher davon aus, dass es reparabel ist", sagte ein Qantas-Sprecher am Donnerstag in Canberra. Damit hält die Fluggesellschaft an ihrer Erfolgsgeschichte fest, noch nie eine Maschine durch einen Unfall verloren zu haben. Qantas gilt als eine der sichersten Fluggesellschaften weltweit.

Vermutlich hatte die Explosion eines Sauerstofftanks am Freitag vergangener Woche in 8800 Metern Höhe zu einem plötzlichen Druckabfall geführt und die Boeing 747-400 zu einer dramatischen Notlandung in Manila gezwungen. Im Rumpf der Maschine klaffte ein autogroßes Loch. Die Ermittlungen zu Unfallursache und -hergang ergaben, dass die Piloten ihre Notlandung unter Sichtflugbedingungen durchführen mussten. Nötigenfalls hätten den Piloten aber auch andere Navigationsinstrumente zur Verfügung gestanden, erklärte ein Direktor der australische Behörde für Verkehrssicherheit (ATSB), Julian Walsh.

Nach der Explosion waren die drei Systeme für Instrumentenlandungen und das Antiblockiersystem der Maschine ausgefallen. Teile des Tanks schlugen senkrecht durch den Kabinenboden, streiften einen Türgriff und prallten gegen die Kabinendecke, wie ATSB am Mittwoch mitteilte. Die wichtigsten Systeme wie die Triebwerke und die Hydraulik hätten aber weiterhin normal funktioniert. Ein anderer Ermittler, Ian Brokenshire, erklärte jedoch, bei Nebel wäre die Landung wegen der ausgefallenen Instrumente "extrem schwierig" geworden.

Walsh sagte, alles deute darauf hin, dass der Schaden am Flugzeug von dem Sauerstoffbehälter ausgelöst worden sei. "Soweit wir wissen, ist das noch nie zuvor passiert." Es habe jedoch nie Gefahr bestanden, dass sich die Flugzeugtür öffnen könne, da dies in der Luft nicht möglich sei, erklärte ein Sprecher.

abl/AP

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