Mittwoch, 10. Februar 2010

Reise



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06.08.2008
 

Drama am K2

Geretteter Italiener prangert Fehler bei Expedition an

Nach sieben Tagen am K2 konnte Mario Confortola mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Der italienische Bergsteiger ist der letzte gerettete Überlebende des schwersten Unglücks am zweithöchsten Berg der Welt. Er kritisierte die Durchführung der Expeditionen.

Gilgit - Fünf Tage nach der Eisblock-Katastrophe am K2 ist der italienische Bergsteiger Mario Confortola von einem pakistanischen Hubschrauber in Sicherheit gebracht worden. Der Hubschrauber nahm Confortola und seine drei Retter am Mittwochmorgen im Basislager auf, wie ein Sprecher der italienischen Botschaft in Pakistan sagte.

Der 37-Jährige sollte demnach zu medizinischen Untersuchungen in die pakistanische Stadt Skardu gebracht und vermutlich noch am Mittwoch in die Hauptstadt Islamabad geflogen werden. Confortola hatte am Dienstag mit Hilfe von pakistanischen Bergführern das Basislager auf 5200 Metern erreicht.

Confortala: Unerfahrenheit und schlechte Ausrüstungsqualität

"Mir geht's gut, glücklicherweise bin ich aus hartem Holz", sagte Confortala. "Das einzige Problem ist, dass meine Füße schmerzen. Ich verbrachte sieben Tage auf diesem Berg. Es war hart. Es war entsetzlich." Die Sprecherin der Expedition, Francesca Steffanoni, erklärte, Confortala sei von einem Arzt untersucht worden und abgesehen von erfrorenen Zehen in guter Verfassung. Jetzt wolle er so schnell wie möglich nach Italien zurückkehren.

Wie auch der niederländische Überlebende kritisierte Confortala die Durchführung der Expeditionen am K2. Die Bergtour sei bestimmt gewesen von Unerfahrenheit und schlechter Ausrüstungsqualität, einschließlich der Seile und Haken, die leicht brachen, sagte er gegenüber der italienischen Höhenforschungsgruppe Everest-K2-CNR. Er habe sich hilflos gefühlt, als er und andere vergeblich versucht hätten, die drei Koreaner, die an einem Seil baumelten, zu retten. Er sei zu schwach gewesen und hätte aufgeben müssen.

Durch eine Eislawine waren am Freitag auf dem zweithöchsten Berg der Welt drei Südkoreaner, zwei Nepalesen, zwei Pakistaner, ein Serbe, ein Ire, ein Norweger und ein Franzose umgekommen. Am Montag waren zwei niederländische Bergsteiger vom K2 gerettet worden.

Der 8610 Meter hohe K2 befindet sich an der Nordgrenze Pakistans zu China im Karakorum-Gebirge und gilt als der am schwersten zu bewältigende Achttausender. Ein niederländischer Bergsteiger, Wilco Van Rooijen, machte Fehler bei der Vorbereitung auf den letzten Anstieg für das Unglück mitverantwortlich. So hätten die vordersten Bergsteiger Seile an falschen Stellen befestigt, was eine stundenlange Verzögerung zur Folge gehabt habe. Shahzad Qaiser vom pakistanischen Tourismusministerium kündigte eine eingehende Untersuchung und mögliche Konsequenzen an.

abl/AFP/AP/dpa

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