Sonntag, 22. November 2009

Reise



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29.08.2008
 

Thailand

Flughafen von Phuket muss wegen Protesten schließen

Die thailändischen Behörden haben den Flughafen auf der Touristeninsel Phuket geschlossen, nachdem Tausende Demonstranten die Startbahn gestürmt hatten. Jetzt sitzen viele Touristen fest.

Bangkok - Chaotische Zustände in Phuket: Zahlreiche Urlauber sitzen dort fest, weil mehr als 5000 Demonstranten den internationalen Flughafen gestürmt haben, wie der Flughafenbetreiber mitteilte. Der Flughafendirektor habe beschlossen, den Betrieb vorübergehend auszusetzen. Der Gouverneur der Insel versuche nun, mit den Demonstranten zu verhandeln.

Protestierende hatten nach Angaben der Betreiber außerdem versucht, den Flughafen in Hat Yai in der Provinz Songkhla in Südthailand zu blockieren. Das thailändische Fernsehen berichtete von weiteren Protesten auf dem Flughafen des beliebten Touristenziels Krabi, das an der Westküste Thailands liegt. Beide Flughäfen setzten ihren Betrieb aus. Auch auf den Flughäfen von Chiang Mai und Chiang Rai im Norden Thailands seien offenbar Demonstrationen geplant gewesen.

Wann der Betrieb der drei Flughäfen Phuket, Krabi und Hat Yai wieder aufgenommen werden könne, hänge von der weiteren Entwicklung der Lage ab, sagte Sereerat Prasutanont, Leiter der staatlichen Flughafenbehörde. Der Reiseveranstalter Thomas Cook berichtete von ersten Einschränkungen für Reisende. Laut einer Sprecherin wurden in Phuket fünf deutsche Gäste, die abreisen sollten, vorerst in Hotels untergebracht. Sieben weitere Urlauber, die bei einer Rundreise nach Phuket fliegen sollten, blieben demnach in Bangkok.

Krawalle in Bangkok

Ein Sprecher von TUI erklärte hingegen, bisher sei der Flugbetrieb nicht beeinträchtigt. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, für die Flüge nach Bangkok gebe es keine Einschränkungen. Insgesamt besuchen jährlich 15 Millionen ausländische Touristen Thailand.

In Bangkok kam es zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, als diese versuchten, die Ordnungshüter am Regierungssitz zurückzudrängen. Polizisten setzten Schlagstöcke ein, um weitere Demonstranten am Zugang zu hindern. Mehrere Demonstranten und zwei Polizisten wurden leicht verletzt. Nachdem etwa tausend Sicherheitskräfte in der Nacht den Komplex verlassen mussten, umstellten am Freitag laut Polizeiangaben rund 3000 Beamte das "Government House".

Auf dem Gelände waren rund 25.000 Menschen verschanzt. Am Abend zogen rund 2000 Demonstranten zur Polizeizentrale und forderten die "Auslieferung" der für die Zusammenstöße verantwortlichen Offiziere. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge aufzulösen. Bereits seit vier Tagen gibt es Unruhen in Thailand, weil Demonstranten den Rücktritt von Ministerpräsident Samak Sundaravej fordern. .

sto/AFP

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