Berlin/Frankfurt am Main - Alle Flughäfen des Landes waren am Montag nach Angaben des kubanischen Fremdenverkehrsamts in Frankfurt wieder geöffnet. Auf der Insel Cayo Largo vor der Südwestküste Kubas, auf der etliche Ferienanlagen für Touristen stehen, seien allerdings viele Hotels geschlossen, sagte Wilson Cardozo vom Tourismusamt. Auch auf der Isla de la Juventud habe es Schäden gegeben. In Varadero, Cayo Coco und anderen wichtigen Ferienregionen laufe der Tourismus aber wie üblich.
Es gebe viele Zerstörungen im Westen des Landes und dort auch in der Region Pinar del Rio, sagte Cardozo. Um Pinar del Rio wächst einer der besten Tabake der Welt. Das Tabakmuseum und die Herstellung von Zigarren sind dort große Touristenattraktionen, auch für Ausflügler aus Havanna.
Der Hurrikan habe dort die Ernte beschädigt, sagte Cardozo. Hunderttausende waren mit Bussen aus dem Inselwesten an sichere Orte gefahren worden, bevor der Hurrikan mit einem Tempo von bis zu 240 km/h auf der Insel wütete.
Kubas Vizetourismusministerin María Elena López Reyes hatte vor dem Eintreffen des Wirbelsturms gesagt, dass ihr Land schon viele Jahrzehnte Erfahrungen mit solchen Naturkatastrophen habe. López Reyes hofft, dass sich die Touristenankünfte aus Deutschland nach einigen Rückschlägen in den vergangenen Jahren 2008 wieder stabilisieren oder sogar leicht steigen. Das Tourismusministerium verbuchte im Jahr 2006 noch 114.000 Gäste aus Deutschland, 2007 nur 104.000.
sto/dpa
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