Mittwoch, 10. Februar 2010

Reise



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17.09.2008
 

Technischer Defekt

Passagiere fliehen aus Urlaubsflieger

Die Furcht vor einem Absturz war zu stark: 14 Insassen einer TUIfly-Maschine sind in Griechenland vor dem Start aus dem Flieger ausgestiegen, nachdem die Crew einen technischen Defekt gemeldet hatte. Der Kapitän soll die Flugangst mit einer flapsigen Bemerkung geschürt haben.

Heraklion/Hannover - Die Lust aufs Fliegen war ihnen vergangen: 14 verunsicherte Fluggäste einer Maschine der TUIfly haben einen Flug von Griechenland nach Deutschland verweigert, nachdem der Kapitän technische Probleme gemeldet hatte. Ein Sprecher des Flugunternehmens bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Rundschau". Die Passagiere seien in Heraklion vom Flug zurückgetreten, die Maschine landete ohne weitere Probleme auf dem Flughafen Köln-Bonn.

TUIfly-Maschinen auf dem Rollfeld (Archivbild): Ein Defekt im Schubantrieb löste in der Kabine Panik aus.
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DDP

TUIfly-Maschinen auf dem Rollfeld (Archivbild): Ein Defekt im Schubantrieb löste in der Kabine Panik aus.

Der leitende Pilot hatte den Passagieren laut Zeitungsbericht erklärt, es gebe Probleme mit der Schubumkehr an einem der Triebwerke. Das Flugzeug könne aber starten und sicher in Köln landen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 5. September.

"Meine Frau war kreideweiß", berichtet ein Passagier der Zeitung. Für Aufregung habe aber vor allem eine flapsige Bemerkung des Piloten gesorgt. "Madrid ist zwar nicht weit, aber das hier ist eine Standardprozedur", soll er gesagt haben.

Der Flugzeugabsturz von Madrid im August, bei dem 154 Menschen starben, hatte zuletzt am vergangenen Wochenende den Boykott eines Flugs in Nürnberg ausgelöst. Nach zwei abgebrochenen Starts hatten die Passagiere per Unterschriftenaktion einen Flugzeugwechsel erzwungen. Die Anzeige des Landeklappensystems der Air-Berlin-Maschine hatte nicht richtig funktioniert. "Die Passagiere waren sehr beunruhigt und reagierten panisch", hatte eine Unternehmenssprecherin gesagt. Vor allem vor dem Hintergrund des Madrider Unglücks sei "ein psychologisches Moment" im Spiel gewesen.

reh/dpa

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