Berlin - Ein Intercity-Express (ICE) der Deutschen Bahn ist trotz Notbremsung mit zwei Kühen, die auf den Gleisen standen, kollidiert. Der Zusammenstoß ereignete sich am Vormittag nahe Ludwigsfelde, wie ein Bahnsprecher am Donnerstag in Berlin mitteilte.
Menschen wurden nicht verletzt, der Zug sprang nicht aus den Gleisen. Nach 35-minütiger Unterbrechung konnte der von Rostock nach München fahrende ICE 1001 seine Reise mit leichten Beschädigungen fortsetzen. Die schwer verletzten Tiere mussten getötet werden, zahlreiche Züge verspäteten sich.
Nach Angaben der Bahn hatte der Lokführer eines Regionalzuges bereits kurz zuvor Kühe und Menschen auf den Gleisen gemeldet. Daraufhin war die Strecke eine dreiviertel Stunde lang gesperrt und ergebnislos abgesucht worden.
Kurz nach der Freigabe kam es in einem angrenzenden Abschnitt, der nicht abgesucht worden war, zu dem Unfall. Nach Angaben des Bahnsprechers war die Herde offenbar durch einen Weidezaun ausgebrochen. Der Bauer muss nun mit Ermittlungen rechnen.
Erst im April war ein ICE von Hamburg nach München in einem Tunnel nahe Fulda in eine Schafherde gerast und entgleist. Dabei wurden 19 Reisende verletzt.
abl/AFP
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