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28.09.2008
 

Zu starker Gegenwind

Zeppelinfahrer gibt Kanal-Querung auf

Mit einem kleinen Zeppelin und reiner Muskelkraft wollte Stéphane Rousson den Ärmelkanal überfliegen. Doch auf halber Strecke musste der Franzose aufgeben. Starker Gegenwind trieb ihn zurück zur englischen Küste.

Lille - Der Franzose Stéphane Rousson ist am Sonntag mit dem Versuch gescheitert, mit einem pedalbetriebenen Zeppelin den Ärmelkanal zu überqueren. Seine Sprecherin teilte am Nachmittag mit, der 39-Jährige habe auf halber Strecke wegen des starken Windes seinen Flug abbrechen müssen. Der Wind habe ihn Richtung englischer Küste zurückgetrieben. Er sei dabei, das Helium aus dem Zeppelin herauszulassen, um auf einem Begleitschiff landen zu können.

Rousson war am Vormittag am Strand von Hythe in der Nähe der englischen Hafenstadt Dover gestartet; sein Ziel war der 45 Kilometer entfernte nordfranzösische Ort Wissant, wo er rund fünf Stunden später eintreffen wollte. Auch einen ersten Versuch im Juni hatte Rousson wegen Sturms abbrechen müssen. Der Franzose fliegt in 30 Metern Höhe; als Antrieb auf der 45 Kilometer langen Strecke dienen ihm zwei Propeller, die auf jeder Seite seines Sitzes unter dem Zeppelin angebracht sind.

Der Schweizer "FusionMan" Yves Rossy hatte am Freitag den Kanal mit einem Jetflügel überquert. Für die Strecke von Calais nach Dover brauchte er mit seinem Düsenantrieb nur rund zehn Minuten.

abl/AFP

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