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05.11.2008
 

Südostasien

Ärzte warnen vor erhöhter Gefahr durch Mücken

Insekten-Alarm in Thailand und Vietnam: In Südostasien herrscht eine erhöhte Gefahr, sich durch Mückenstiche mit Dengue-Fieber und anderen Viren anzustecken. Impfungen gibt es nicht - Mediziner raten Reisenden zu besonderer Vorsicht.

Düsseldorf/Wiesbaden - Urlauber in Vietnam und Thailand müssen derzeit besonders auf einen guten Mückenschutz achten, um sich vor Viruserkrankungen zu schützen. So gebe es in Vietnam derzeit aufgrund von Überschwemmungen außergewöhnlich viele Mücken - diese könnten Erreger des Dengue-Fiebers übertragen, warnt das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf.

Stechmücke (Aedes Aegypti): Die Insektenplage könnte sich weiter in Südostasien ausbreiten.
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CDC / James Gathany

Stechmücke (Aedes Aegypti): Die Insektenplage könnte sich weiter in Südostasien ausbreiten.

In Thailand ist außerdem erstmals das von Mücken übertragene Chikungunya-Fieber ausgebrochen, wie der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden mitteilt. Eine Impfung gegen die beiden Krankheiten gibt es den Angaben zufolge bislang nicht.

Zum Schutz vor Mückenstichen sollten Urlauber dem CRM zufolge möglichst helle Kleidung tragen, da sie Insekten weniger anzieht als dunkle. Außerdem empfehle es sich, nackte Hautstellen mit einem Mückenschutzmittel einzureiben und Schlafstätten frei von Mücken zu halten. Der BDI empfiehlt Urlaubern außerdem, stets unter Moskitonetzen zu schlafen.

Den Angaben zufolge sind derzeit 56.000 Menschen in Vietnam an Dengue-Fieber erkrankt - damit liege die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren überdurchschnittlich hoch. In der Stadt Saigon gebe es momentan sogar 60 Prozent mehr Erkrankte als 2007.

In Thailand haben sich nach Angaben des BDI 200 Menschen mit dem Chikungunya-Virus infiziert, das hohes Fieber und starke Gelenkschmerzen hervorruft. In seltenen Fällen kann eine Erkrankung sogar tödlich enden. Das Virus kommt bislang auch in Indien, Indonesien, Malaysia und Singapur vor. Laut dem BDI besteht die Gefahr, dass es sich bald auch auf andere Touristenzentren in Südostasien ausbreitet. In Thailand waren erst kürzlich gefährliche Würfelquallen an Touristenstränden entdeckt worden.

sto/tmn

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