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24.02.2009
 

Jahrestag der Unruhen

China lässt keine Ausländer mehr nach Tibet

Keine Reisen möglich bis Anfang April: Wie Hotels und Reisebüros in Lhasa berichten, dürfen derzeit keine Touristen nach Tibet einreisen. China befürchtet erneute Unruhen - bald ist der 50. Jahrestag der Aufstände, die zur Flucht des Dalai Lama ins Exil führten.

Peking - China lässt ausländische Touristen nicht mehr nach Tibet. Grund dafür sei der bevorstehende 50. Jahrestag des gescheiterten Aufstands der Tibeter gegen die Herrschaft Pekings, hieß es am Dienstag aus einheimischen Reisebüros und Hotels. "Die Behörden haben Reisebüros angewiesen, das Organisieren von Reisen für ausländische Touristen bis zum 1. April zu stoppen", sagte der Mitarbeiter eines Reisebüros in Lhasa.

Verstärkte Kontrollen: Auch in in der chinesischen Provinz Sichuan wurden vor dem Neujahrsfest die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt
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REUTERS

Verstärkte Kontrollen: Auch in in der chinesischen Provinz Sichuan wurden vor dem Neujahrsfest die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt

Diese Angaben wurden von einem Hotel in Lhasa und drei weiteren Reisebüros bestätigt, die in der benachbarten chinesischen Provinz Sichuan Tibet-Reisen organisieren. Der Mitarbeiter einer Jugendherberge berichtete, zwei bei ihm wohnende Ausländer seien aufgefordert worden, Tibet zu verlassen.

Der gescheiterte Aufstand vom 10. März 1959 führte zur Flucht des Dalai Lama aus seinem Heimatland, er hält sich seitdem in Indien auf. Im vergangenen Jahr waren nach viertägigem friedlichen Gedenken an das Ereignis in Lhasa Unruhen ausgebrochen, die chinesischen Behörden sperrten daraufhin die Provinz komplett ab. Seit Ende Juni durften ausländische Touristen wieder nach Tibet.

Am Mittwoch beginnt das tibetische Neujahrsfest, weshalb chinesische Sicherheitskräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt wurden. Die chinesische Führung bemühte sich jedoch, etwaige Spannungen herunterzuspielen. Die Lage in der Region sei stabil und ruhig, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. Die Versuche des Dalai Lamas, Unruhen zu schüren, seien zum Scheitern verurteilt.

China betrachtet das geistliche Oberhaupt der Tibeter als Separatist und beschuldigt ihn, Drahtzieher der Unruhen vom vorigen Jahr zu sein, was dieser bestreitet. Peking herrscht seit 1951 über Tibet.

sto/AFP/Reuters

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24.02.2009 von helianthi morgenluft: schon länger gesperrt

Es ist leider Tatsache, dass bereits Wochen vor dem jährlichen Gebetsfest Monlam (Beginn war 7. Februar)der Tibeter die Gesamte Gansu/Sichuan Region abgeriegelt wurde und bis jetzt für Ausländer geschlossen ist. Diese ehemaligen [...] mehr...

24.02.2009 von moricsala: ja wo sind sie denn?

wetten, dass gleich wieder eine chinesische Meinungsäusserung kommt: "Eine Zensur findet nicht statt." ? mehr...

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