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04.03.2009
 

Southwest Airlines

US-Passagiere empört über "Softporno"-Flugzeuglackierung

Aufregung um überdimensionales Bikini-Foto: Passagiere kritisieren die US-Fluglinie Southwest wegen einer freizügigen Werbe-Lackierung auf einer Boeing 737. Die Airline hatte sich vor einiger Zeit noch selbst als übermäßig strikter Sittenwächter aufgespielt.

Eine Werbung für die Bikini-Ausgabe des US-Magazins "Sports Illustrated" sorgt für Empörung in den USA. Denn auf einem Flugzeug der Southwest Airlines ist seit einigen Tagen ein Bild des nur minimal bekleideten Models Bar Refaeli zu sehen.

Southwest-Flugzeug als Bikini-Ausgabe: Ein Foto des Models Bar Refaeli ziert die Außenwand
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AFP

Southwest-Flugzeug als Bikini-Ausgabe: Ein Foto des Models Bar Refaeli ziert die Außenwand

Die Resonanz ist groß, täglich gehen seitdem zahlreiche E-Mails und Briefe bei der Fluglinie ein. "Vielen Frauen gefällt es nicht, wenn ihr Mann unzüchtige Bilder zu sehen bekommt oder wenn sie kleinen Kindern erklären müssen, warum die Frau auf dem Flugzeug ihre Brüste zeigt", schrieb ein Paar aus Texas in einem Beschwerdebrief an Southwest, wie die Zeitung "The Guardian" berichtet. Andere erzürnte Kunden bezeichneten den Aufdruck als "Softporno".

Eine Southwest-Sprecherin sagte, es gebe 25 Prozent negatives Feedback, drei Viertel der Zuschriften dagegen seien wohlwollend. "Wenn man etwas Anderes, Einzigartiges macht, gibt es immer ein paar Leute, die nicht einverstanden sind", sagte die Sprecherin. Es habe lange Diskussionen innerhalb des Unternehmens gegeben, um sicherzugehen, dass das Motiv angemessen sei.

Schon in den siebziger Jahren hatte die Fluglinie mit Werbespots auf sich aufmerksam gemacht, in denen Stewardessen in Hot Pants posierten. Im Jahr 2007 jedoch sorgte das Unternehmen für Schlagzeilen, als eine Crew die Passagierin Kyla Ebbert aus dem Flugzeug verwies, weil sie angeblich einen zu kurzen Rock trug.

Ebbert tingelte daraufhin - übrigens im gleichen Outfit, das sie in dem Flugzeug getragen hatte - durch Talkshows und gab zahlreiche Interviews, in denen sie über die schlechte Behandlung an Bord herzog. Später entschuldigte sich Southwest bei der Passagierin und warb in einer selbstironischen Kampagne mit "Minirock-Preisen" um Kunden. Für Ebbert brachte der Zwischenfall unerwartete Berühmtheit - sie war kurz darauf sogar im Magazin "Playboy" zu sehen, wo sie leichtbekleidet zwischen Flugzeugsitzen posierte.

sto

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