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05.03.2009
 

Twitter-Drama

GPS-Angaben per Handy retten Snowboarder

Rettung mit Hilfe moderner Kommunikationstechnologie: In den Schweizer Alpen konnte ein Snowboarder, der sich im Schneesturm verirrt hatte, dank der GPS-Funktion seines Handys gefunden werden. Die Suche wurde live per Twitter übertragen - und auch der Tod seines Freundes.

Die Anhänger des Microblogging-Dienstes Twitter konnten die Rettung eines 29-jährigen Briten auf ihren Handys verfolgen. Jason Tavaria wurde am Montag zusammen mit seinem Geschäftspartner, Rob Williams, während eines Schneesturms im Schweizer Skigebiet Verbier von seinen Mitfahrern getrennt. Wie die britische Nachrichtenseite BBC berichtete, verirrten sich die beiden Snowboarder aus Liverpool im Wald und galten als vermisst.

Mit Hilfe seines iPhones konnte Tavaria mit dem satellitengestützten GPS seine genaue Position bestimmen und die Daten seinen Freunden und dem Rettungsteam der Bergwacht schicken. Dennoch wurde er erst sechs Stunden später gerettet. Williams konnte dagegen nur noch tot geborgen werden. Der 29-Jährige war 20 Meter tief von einer Klippe auf Felsen gestürzt. Helikopter konnten wegen der schlechten Wetterbedingungen nicht eingesetzt werden.

Die beiden Gründer eines Online-Musikalienhandels machten Urlaub mit einer Gruppe junger Unternehmer, von denen viele im Internet tätig sind. Darunter war auch Michelle Dewberry, eine der Gewinnerinnen der BBC-Reality-Show "The Apprentice". Dewberry bloggte laut "Guardian" sofort auf Twitter: "Zwei aus unserer Skigruppe werden seit 16 Uhr vermisst. Fürchterliches Wetter. Einer gefunden, aber in der Falle. 20 suchen nach dem anderen."

Ein anderer Freund, Alex Hoye, fragte per Twitter, ob jemand die Handynummern der beiden habe und bloggte eine Stunde später: "Robs Nummer per Twitter erhalten. Jason nun gefunden mit GPS, Google Maps und Handy. Versuchen noch immer Williams zu finden." Auch der Fund von Williams' Leiche wurde per Blogging-Dienst mitgeteilt.

abl

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