Peking - In China hat ein neues Spionagemuseum eröffnet. Wer als Urlauber bei einem Abstecher in der Stadt Nanjing das Haus besuchen will, hat aber Pech: Die Ausstellung ist für Ausländer geschlossen. "Wir wollen nicht, dass solche sensiblen Geheiminformationen für Ausländer bloßgelegt werden", erklärte Museumssprecherin Qian, die ihren Nachnamen geheimhalten will. "Die meisten Leute, die wir wegschicken, reagieren sehr verständnisvoll, da das ja kein normales Museum ist."
Freilich wirken die Exponate im Zeitalter von Spionagesatelliten und Cyber-Spionage etwas verstaubt. Zu sehen sind beispielsweise eine als Lippenstift getarnte Mini-Pistole, ausgehöhlte Münzen zum Verstecken geheimer Dokumente und ein Taschenrechner, in dem ein Mikrofon verborgen ist.
Seit der Eröffnung am 13. April strömen laut Qian täglich über 500 Besucher in das geheime Museum - meist Reisegruppen. Wer westlich aussieht, wird sofort wieder hinausgeschickt. Wer aber "sauber" und chinesisch aussehe, dürfe hinein, und zwar ohne dass normalerweise seine Identität genauer überprüft werde, sagte die Museumssprecherin.
sto/AP
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