Köln/Berlin - Zum Jahresbeginn haben Billigflieger-Unternehmen in Deutschland rund 4000 Flüge pro Woche angeboten und damit 8,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der unterschiedlichen Strecken sank im Januar um 7,8 Prozent auf 466. Das ergab eine gemeinsame Studie der Berliner Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.
Die Nachfrage nach Billigflügen wuchs bereits im vergangenen Jahr deutlich langsamer als in den Vorjahren. Im Jahr 2008 flogen 54,3 Millionen Menschen mit einer Low-Cost-Airline, 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr - 2006 und 2007 hatten die Zuwachsraten noch bei jeweils über 20 Prozent gelegen. Weitere Gründe für die Entwicklung sieht ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel einerseits in der schwachen Konjunktur, andererseits trügen auch die etablierten Fluggesellschaften mit günstigen Sondertarifen zum Problem der Billigflieger bei.
Die meisten Billigflug-Passagiere wurden an den Flughäfen Berlin (11,5 Millionen), Köln/Bonn (7,2 Millionen) und Düsseldorf (5,2 Millionen) gezählt. Etwa die Hälfte aller Flüge verkehrten auf innerdeutschen Verbindungen. Auf Platz zwei bei den Zielländern lag Großbritannien, gefolgt von Spanien und Italien.
dor/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Reise | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Aktuell | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH