Frankfurt/Main - Nach der verheerenden Explosion eines Güterwaggons in Viareggio kommt es in der Toskana zu Behinderungen für Bahnreisende. Zwischen Pisa und Forte dei Marmi verkehren derzeit keine Züge, sagte Christine Hübner von der Italienischen Zentrale für Tourismus (Enit) am Dienstag in Frankfurt.
Aus Richtung Süden gebe es einen Ersatzverkehr mit Bussen, der in Pisa beginnt. Die Fernzüge auf der Strecke Turin-Genua-Rom werden über Florenz umgeleitet. Hier müssten Touristen derzeit mit Verspätungen rechnen, erklärte Hübner. Wie lange die Strecke gesperrt bleibt, sei noch nicht absehbar.
Das Unglück hatte sich in der Nacht zum Dienstag ereignet, als ein Flüssiggas-Güterwagen in Viareggio explodierte. Dadurch stürzten auch mehrere Wohnhäuser im Zentrum des Ortes ein. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben, etwa 1000 mussten in Sicherheit gebracht werden.
Beeinträchtigungen für Hotelgäste gebe es allerdings nicht, erklärten Vertreter der Reiseveranstalter TUI in Hannover und Dertour in Frankfurt, die Unterkünfte in Viareggio in ihren Katalogen haben. Da die meisten deutschen Urlauber nicht mit der Bahn, sondern mit dem Auto in die Toskana fahren, gebe es auch keine Anreiseprobleme.
Viareggio ist einer der ältesten und bekanntesten Badeorte am Ligurischen Meer. An drei Stränden der Stadt darf die "Blaue Flagge" der Stiftung für Umwelterziehung (FEE) wehen, die weltweit für eine gute Wasserqualität und saubere Strandeinrichtungen verliehen wird. Im Jahr 2008 wurden laut Enit gut 200.000 Gäste in den Hotels von Viareggio gezählt, etwa ein Drittel stammte dabei aus dem Ausland.
abl/dpa
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Reise | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Aktuell | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH