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27.10.2009
 

Irrflug in den USA

Piloten waren mit Laptops beschäftigt

Eine US-Passagiermaschine flog 240 Kilometer an ihrem Zielflughafen vorbei und löste Terroralarm in Minneapolis aus. Nun ist der Grund für den Vorfall bekannt: Die beiden Piloten widmeten ihre Aufmerksamkeit zur Zeit der geplanten Landung ihren Laptops - das kostet sie vermutlich ihren Job.

Washington - Mehr als eine Stunde lang reagierten die Piloten Northwest-Airlines-Maschine nicht auf Funksprüche. Die beiden 53 und 54 Jahre alten Männer waren abgelenkt, weil sie auf ihren Computern "Dienstplan-Prozeduren" checkten. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Mitteilung der Nationalen Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hervor, die nach dem aufsehenerregenden Vorfall Ermittlungen eingeleitet hatte. Demnach deuten bisherige Untersuchungen und eigene Angaben der Piloten darauf hin, dass dies der Grund für den Irrflug ist.

Der Airbus A 320 der US-Fluggesellschaft Northwest mit 144 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern an Bord war am vergangenen Mittwochabend im kalifornischen San Diego gestartet und sollte in Minneapolis in Minnesota landen. Das tat er auch - aber erst nach dem ungeplanten Umweg und mit mehr als einstündiger Verspätung. Die Maschine befand sich bereits über Minnesotas Nachbarstaat Wisconsin, als ein Flugbegleiter die Piloten auf ihren Fehler aufmerksam machte und das Flugzeug umkehrte. Das lange Schweigen im Cockpit hatte die Sorge ausgelöst, die Maschine könnte entführt worden sein: So waren Kampfflugzeuge in Wisconsin aufgestiegen.

Die Untersuchungen dauern noch an, und die beiden Piloten sind zurzeit vom Dienst suspendiert. Aber sie werden wahrscheinlich ihren Job verlieren, wie Delta Airlines, die "Mutter" von Northwest, inzwischen klarmachte. In einer Mitteilung hieß es, das Benutzen von Laptops oder von Aktivitäten, die nichts mit dem Führen des Flugzeuges zusammenhingen, sei während des Fluges strikt verboten, "und Verstöße führen zur Entlassung".

wit/dpa

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