Lübeck - Wegen eines angeblich zu tiefen Landeanflugs über Groß Grönau bei Lübeck drohen der Fluggesellschaft Ryanair möglicherweise rechtliche Konsequenzen. Die 500 Mitglieder starke Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm habe Strafanzeige gegen die irischen Fluggesellschaft erstattet, berichteten die "Lübecker Nachrichten". Die Anwohner des Flughafens Lübeck-Blankensee werfen Ryanair fahrlässige Körperverletzung, Gefährdung des Luftverkehrs und Sachbeschädigung vor.
Grund für die Strafanzeige sind Schäden am Dach und Schornstein des Hauses einer 82-jährigen Flughafen-Anwohnerin aus Groß Grönau. Beim Landeanflug einer Ryanair-Maschine waren vor einer Woche mutmaßlich durch Luftwirbel Schindeln herabgerissen worden. Die 82-Jährige soll fast getroffen worden sein, dem Bericht zufolge liegt sie seit dem Zwischenfall mit Herzproblemen im Krankenhaus.
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck bestätigte die Ermittlungen gegenüber den "Lübecker Nachrichten". Eine Sprecherin von Ryanair erklärte, man lehne jede Verantwortung ab. Es habe keine Abweichungen bei Flughöhe und Geschwindigkeit gegeben.
sto/ddp/AP
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