Der Zwischenfall ereignete sich im März 2007 im Sanbona Wildlife Reserve nordöstlich von Kapstadt. In den Gerichtsunterlagen wurde einer Parkmitarbeiterin vorgeworfen, unverantwortlich gehandelt zu haben. Demnach habe sie das Fahrzeug gesteuert, als die Gruppe in die Nähe mehrerer Löwen geriet. Bei einem hastigen Wendemanöver sei der Jeep umgekippt. Die Raubtiere hatten sich daraufhin den Touristen genähert, die Todesängste ausstehen mussten.
Wie die Zeitung berichtet, erlitt einer der Touristen eine Gehirnerschütterung, innere Blutungen und drei gebrochene Rippen durch den Unfall. Seine Frau habe einen schweren Schock erlitten. "Wir hatten Glück, dass nichts Schlimmeres passiert ist", wird ein 71-jähriger Tourist zitiert. Ein weiteres Fahrzeug kam der Gruppe schließlich zu Hilfe und brachte sie in Sicherheit. Die acht Briten verlangen nun Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 582.000 Pfund (650.000 Euro).
Im Forum des "Times"-Artikels stoßen die Safaritouristen auf wenig Verständnis. "Was für blöde, erbärmliche Menschen", schreibt eine Leserin. "Die gehen in den Safaripark, um Abenteuer zu erleben, und wenn sie ein Abenteuer bekommen, gehen sie vor Gericht. Typisch!" Ein anderer Leser gab gar an, er schäme sich, Brite zu sein, wenn sich seine Landsleute so im Ausland verhielten.
Ein Sprecher des Sanbona-Wildparks kündigte an, dieser werde vor Gericht die Anschuldigungen zurückweisen. Sanbona ist mit 54.000 Hektar einer der größten privat verwalteten Wildtierparks Südafrikas. Hier leben auch Elefanten, Nashörner, Rhinozerosse, Giraffen und Leoparden.
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