ThemaSüdafrika-ReisenRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
20.11.2009
 

Südafrika

Touristen verklagen Safari-Anbieter nach Jeep-Unfall

Ihr Gefährt kippte um, plötzlich waren sie von Löwen umzingelt: Für acht britische Touristen wurde eine Safari in Südafrika zum Horrortrip. Jetzt verlangen sie vom Veranstalter 650.000 Euro Entschädigung - und ernten dafür wenig Verständnis von Landsleuten.


Natürlich wollten sie auf der Safari Löwen sehen. Gerne auch aus der Nähe. Aber ganz bestimmt nicht aus einer Entfernung von etwa 1,50 Metern. Eine britische Touristengruppe wurde nach einem Jeep-Unfall massiv von Löwen bedroht, einem der Reisenden stahlen die Tiere sogar einen Schuh, wie die britische Zeitung "Times" berichtet.

Der Zwischenfall ereignete sich im März 2007 im Sanbona Wildlife Reserve nordöstlich von Kapstadt. In den Gerichtsunterlagen wurde einer Parkmitarbeiterin vorgeworfen, unverantwortlich gehandelt zu haben. Demnach habe sie das Fahrzeug gesteuert, als die Gruppe in die Nähe mehrerer Löwen geriet. Bei einem hastigen Wendemanöver sei der Jeep umgekippt. Die Raubtiere hatten sich daraufhin den Touristen genähert, die Todesängste ausstehen mussten.

Wie die Zeitung berichtet, erlitt einer der Touristen eine Gehirnerschütterung, innere Blutungen und drei gebrochene Rippen durch den Unfall. Seine Frau habe einen schweren Schock erlitten. "Wir hatten Glück, dass nichts Schlimmeres passiert ist", wird ein 71-jähriger Tourist zitiert. Ein weiteres Fahrzeug kam der Gruppe schließlich zu Hilfe und brachte sie in Sicherheit. Die acht Briten verlangen nun Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 582.000 Pfund (650.000 Euro).

Im Forum des "Times"-Artikels stoßen die Safaritouristen auf wenig Verständnis. "Was für blöde, erbärmliche Menschen", schreibt eine Leserin. "Die gehen in den Safaripark, um Abenteuer zu erleben, und wenn sie ein Abenteuer bekommen, gehen sie vor Gericht. Typisch!" Ein anderer Leser gab gar an, er schäme sich, Brite zu sein, wenn sich seine Landsleute so im Ausland verhielten.

Ein Sprecher des Sanbona-Wildparks kündigte an, dieser werde vor Gericht die Anschuldigungen zurückweisen. Sanbona ist mit 54.000 Hektar einer der größten privat verwalteten Wildtierparks Südafrikas. Hier leben auch Elefanten, Nashörner, Rhinozerosse, Giraffen und Leoparden.

sto

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Reise
alles aus der Rubrik Aktuell
alles zum Thema Südafrika-Reisen

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP