Denn die Landebahn gilt als eine der gefährlichsten der Welt. Die Asphaltstrecke ist mit etwa 2000 Meter extrem kurz, seit ein Ausbruch des Vulkans Nyiragongo im Jahr 2002 Teile des Flughafens schwer beschädigte. Bis heute begrenzt ein riesiges Lavafeld die Landebahn.
Wie jetzt bekannt wurde, ist es auch einer Initiative aus Deutschland zu verdanken, dass bei dem Unglück am Donnerstag niemand ums Leben kam. Zwölf Millionen Euro stellte im Dezember 2008 das Außenministerium zur Verfügung, um den Flughafen zu sanieren und die Landebahn zu verlängern. 300.000 Kubikmeter Lava sollen dafür insgesamt abgetragen werden, um die Piste um 500 Meter zu verlängern und eine Sicherheitszone von weiteren 200 Metern einzurichten. Die Deutsche Welthungerhilfe übernahm den Auftrag - auch um damit die Möglichkeiten zur Lieferung von Hilfsgütern zu verbessern.
"Die Landebahn wurde seit April 2009 um 145 Meter verlängert", sagte Georg Dörken, der bei der Welthungerhilfe das Instandsetzungsprojekt betreut. Ohne diese Arbeiten wäre das Flugzeug "in eine circa vier Meter hohe Lavawand hineingerast." Man könne also davon ausgehen, dass der Zwischenfall dann erheblich ernster verlaufen wäre.
Im April 2008 war eine Maschine vom Typ DC-9 über die Landebahn in Goma hinausgeschossen und über das Lavafeld hinaus in ein belebtes Marktviertel gerast. Mehr als 40 Menschen kamen dabei ums Leben.
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