Peking - Schlechte Sicht nach tagelangem Smog hat in Teilen Chinas zu einem Flugchaos geführt. Bis Mittwochnachmittag hatten nach Flughafenangaben allein in Peking rund 280 In- und Auslandsflüge Verspätung. Die Sicht habe teilweise weniger als 50 Meter betragen. In einer Erklärung des Flughafens war von dichtem Nebel die Rede. Von Nebel sprechen amtliche chinesische Stellen allerdings auch dann, wenn es sich um die Folgen von Luftverschmutzung handelt.
In den vergangenen Tagen war die Luftqualität rings um den Pekinger Flughafen besonders schlecht. Zwar wiesen die Behörden die Luftverschmutzung nur als "leicht" aus, im Online-Forum Twitter veröffentlichte Messungen der US-Botschaft sprachen dagegen von "gefährlich" hohen Werten.
Auch in anderen Landesteilen mussten Flüge verschoben oder gestrichen werden, mancherorts wurden Medienberichten zufolge sogar Straßen wegen schlechter Sicht gesperrt. In Chengdu, der Hauptstadt der Südwest-Provinz Sichuan, schloss der Flughafen am Morgen für vier Stunden. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, verspäteten sich dadurch 105 Flüge, mehr als zehntausend Passagiere seien betroffen gewesen. China gehört zu den größten Produzenten des Klimagases Kohlendioxid.
sto/AFP
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