Peking - Eine Stadt in Zentralchina hat einen nahegelegenen Berg in "Avatar" umbenannt, nach dem gleichnamigen Hollywood-Kassenschlager, der in China alle Rekorde geschlagen hat. Der majestätische Gipfel nahe der Stadt Zhangjiajie in der Provinz Hunan hieß bislang "Himmel-und-Erde-Säule" und solle ab sofort "Avatar-Hallelujah-Berg" heißen, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Der Berg habe die Macher des Animationsstreifens "Avatar" beim Entwurf eines wandernden Berges inspiriert, heißt es in der Lokalzeitung "XiaoXiang Morning News".
Ein Hollywood-Fotograf sei im Dezember 2008 in der Region gewesen und habe Fotos von dem Bergmassiv geschossen, die von den Künstlern bei der Entwicklung von "Avatar" verwendet worden seien. Der futuristische Abenteuerfilm war am 4. Januar in 2D und 3D in die chinesischen Kinos gekommen und spielte bislang die Rekordsumme von umgerechnet 55 Millionen Euro ein. Die 2-D-Version wird jedoch seit Freitag nicht mehr gespielt.
Angeblich wollte die Regierung Platz schaffen für das patriotische Filmepos "Konfuzius". Kritische Stimmen im Land sagen, dass die Handlung des Erfolgsfilmes aufrührerische Tendenzen in der Bevölkerung verstärken könnte und "Avatar" deshalb abgesetzt wurde.
sto/AFP
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