Einen Rückzug bedeute das nicht, betonte der Drei-Sterne-Koch. "2014 wird 'El Bulli' mit Sicherheit wieder Essen servieren." Noch habe er Einiges zur internationalen Küche beizutragen. "Zehn Jahre Kreativität habe ich noch vor mir."
Allerdings brauche er Zeit, um darüber nachzudenken, wie es nach der Wiedereröffnung weitergehen solle, sagte der "Papst der Molekularküche". "Ich weiß, dass es nicht dasselbe sein wird, wenn ich zurückkehre." Es sei "schwierig", 15 Stunden am Tag in der Küche zu arbeiten, sagte Adria. "Das ist so, als ob man (dem Modedesigner) John Galliano sagt, er solle in einer Fabrik arbeiten gehen."
Adriàs Lokal "El Bulli" wurde bereits mehrmals von dem britischen Fachblatt "Restaurant Magazine" zum besten Gourmettempel der Welt gekürt. Das Restaurant, dessen Küche eher an ein Chemielabor erinnert, ist stets auf Jahre ausgebucht. Es hat knapp 50 Plätze und ist immer nur abends von April bis Oktober geöffnet. Den Rest des Jahres experimentiert der "Alchimist" Adrià in seinem Küchenlabor in Barcelona an neuen Speisen.
sto/dpa/AFP
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