Paris/Lille/Athen - Ein Streik von Staatsbediensteten hat in Griechenland am Mittwoch den Flugverkehr des Landes lahmgelegt. Da auch die Fluglotsen die Arbeit niedergelegt haben, ist seit Mitternacht der Luftraum über Griechenland für 24 Stunden geschlossen. Gestrandete Reisende gab es jedoch kaum, da die Fluglinien ihre Kunden rechtzeitig benachrichtigen konnten, berichteten Reporter vom Flughafen der griechischen Hauptstadt. Auch zahlreiche Züge fielen aus.
In Frankreich haben wenige Zentimeter Schnee wieder zu starken Verkehrsbehinderungen geführt. Am Pariser Großflughafen Charles de Gaulle wurde am Mittwoch jeder fünfte Flug abgesagt. Der Luftverkehr werde wetterbedingt bis zum Abend gestört bleiben, erklärte die Luftfahrtaufsicht DGAC.
Die Autobahn von Paris in Richtung Norden war gesperrt, nachdem in der Nacht ein bis drei Zentimeter Schnee gefallen waren. Vor der nordfranzösischen Stadt Lille stockte der Verkehr auf einer Länge von bis zu 80 Kilometern. Mehrere Verwaltungsbezirke im Norden des Landes wurden bis Donnerstag in Alarmbereitschaft versetzt.
Auch in Belgien hat der Wintereinbruch den Verkehr stark behindert. Es kam zu den längsten Staus in der Geschichte des Landes, auf über 900 Kilometern stockten und stauten sich am Mittwochmorgen nach Angaben belgischer Medien Autos und Lastwagen, aufgehalten von Glätte und dadurch verursachten Unfällen. Offenbar weil in den Wetterberichten am Vorabend nicht ausreichend vor Schnee und Eis gewarnt wurde, wurden viele Autofahrer in der Hauptverkehrszeit auf dem Weg zur Arbeit oder bei anderen Fahrten unangenehm überrascht.
Besonders betroffen waren die Hauptstadt Brüssel, der nördliche Landesteil Flandern, das Zentrum sowie die Region um Charleroi im Südwesten. Der Autobahn-Ring um Brüssel verwandelte sich nach Medienberichten zeitweilig in eine "Eisbahn", in der Stadt war der Busverkehr stark gestört. Unzählige Unfälle ereigneten sich im Land. Die Polizei riet Lastwagenfahrern, auf Parkplätzen eine Besserung der Lage abzuwarten.
Auf dem Brüsseler Flughafen gab es den Angaben zufolge Verspätungen und Flugausfälle. Die Züge traf der neuerliche Wintereinbruch hingegen kaum, wie die Eisenbahngesellschaft SNCB mitteilte.
Erneut Schneesturm in den USA
Im Osten der USA hat in der Nacht zum Mittwoch erneut ein Schneesturm für Chaos gesorgt. Das staatliche Wetteramt verhängte eine Sturmwarnung bis Mittwochabend und warnte, das Wetter mache Reisen "sehr gefährlich". Bis zu 36 Zentimeter frischer Schnee sollte von Washington bis in den Osten des Bundesstaats West Virginia niedergehen.
Der Verkehr war erneut schwer betroffen, Nebenstraßen lagen unter Schneeverwehungen, der Bus- und Bahnverkehr kam zum Erliegen. Die Flughafenbehörde kündigte an, von den Washingtoner Flughäfen Reagan National und Dulles werde es am Mittwoch keine Abflüge geben.
Am Frankfurter Flughafen fielen am Mittwoch ebenfalls mehrere Flüge aus, viele davon in die USA, zudem kam es zu zahlreichen Verspätungen.
sto/AFP/dpa
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