Paris/Athen - Während in Deutschland die Piloten der Lufthansa streiken, legt in Frankreich ein Teil der Fluglotsen die Arbeit nieder. An den beiden Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly dürften deshalb am Dienstag ein Viertel beziehungsweise die Hälfte der Flüge ausfallen, wie ein Sprecher der Luftfahrtbehörden am Montag mitteilte.
Die französischen Lotsen wollen ihre Arbeit bis Samstag ruhen lassen. Sie protestieren damit gegen ein Vorhaben der französischen Regierung, die Luftfahrtaufsichtsbehörde DGAC mit den Behörden in Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern zu verschmelzen. "Die DGAC wird nicht zerschlagen", beteuerte deren Chef, Patrick Gandil, am Montag.
In Griechenland werden am Mittwoch Streiks, an denen auch die Fluglotsen teilnehmen wollen, den gesamten Flugverkehr im Land lahmlegen. Die Fluglinien in Athen informierten am Montag die Öffentlichkeit. Der Streik soll Dienstagnacht 23 Uhr MEZ (0 Uhr Ortszeit) beginnen und am Mittwoch um 23 Uhr MEZ (0 Uhr Ortszeit) enden. In dieser Zeit gibt es weder Starts noch Landungen.
Die massiven Streiks richten sich gegen das von der EU verordnete Sparprogramm der Regierung. Die Staatsbediensteten sowie Arbeitnehmer der Privatwirtschaft und der öffentlichen Verkehrsbetriebe wollen streiken. Das Sparprogramm bedeutet nach Ansicht der Gewerkschaft Lohnkürzungen von bis zu 20 Prozent. Die sozialistische Regierung will das Defizit von fast 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2012 unter die erlaubte Marke von drei Prozent drücken.
abl/AFP/dpa
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