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03.03.2010
 

Mittelmeer

Riesenwellen schlagen gegen Kreuzfahrtschiff - zwei Tote

Die "Louis Majesty" am Mittwoch im Hafen von Barcelona: "Ich sah das Wasser aus einem der Säle stürzen"Zur Großansicht
dpa

Die "Louis Majesty" am Mittwoch im Hafen von Barcelona: "Ich sah das Wasser aus einem der Säle stürzen"

Die Wellen sollen bis zu acht Meter hoch gewesen sein und zertrümmerten das Fenster eines Salons: Das Touristenschiff "Louis Majesty" ist im Mittelmeer in extrem schwere Dünung geraten - dabei starben zwei Menschen, 14 weitere wurden verletzt.

Athen - Nach Angaben der griechischen Hafenpolizei kamen ein Deutscher und ein Italiener ums Leben. 14 weitere Menschen wurden bei dem Unglück auf der "Louis Majesty" verletzt, wie die Rettungskräfte mitteilten. Ein Sprecher der Reederei Louis Cruise Line sagte, das Schiff sei von drei "abnormal hohen" Wellen mit einer Höhe von bis zu acht Metern getroffen worden.

Das italienische Außenministerium bestätigte den Tod eines Italieners am Abend. Berichten der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge handelt es sich dabei um einen 52-jährigen Mann aus Genua, unterwegs mit Frau und Kind. Der Tod eines Deutschen könne bisher nicht bestätigt werden, sagte das Auswärtige Amt am Morgen SPIEGEL ONLINE.

Nach spanischen Medienberichten handelt es bei einer Verletzten um eine 62 Jahre alte Frau, deren beide Beine gebrochen waren.

Der genaue Ort des Zwischenfalls war unklar. Laut griechischer Küstenwache ereignete sich das Unglück in der Nähe von Marseille. Die französische Zeitung "Le Figaro" berichtete dagegen, der Vorfall habe sich vor der spanischen Küste rund 130 Kilometer nordöstlich von Barcelona ereignet.

"Ich habe Schreie gehört und dann das Wasser aus einem der Säle im fünften Stock stürzen sehen", zitierten italienische Medien am Abend Ervino Curtis, einen 63-jährigen Italiener aus Triest, der auf dem Schiff Augenzeuge des Unglücks wurde. "In dem Moment, als ich den Salon betreten habe, ist ein Fenster zerbrochen und das Wasser hat alle überflutet. Dann herrschte nur noch Chaos."

Das unter zyprischer Flagge fahrende, 207 Meter lange Schiff traf am späten Abend in Barcelona ein, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete. Dort warteten vier Krankenwagen, um die beiden Leichen und die Verletzten in eine Klinik zu bringen.

Die spanischen Behörden leiteten Ermittlungen ein, hieß es in einer schriftlichen Erklärung der Küstenwache der griechischen Hafenstadt Piräus. An Bord der "Louis Majesty" seien 1350 Touristen und 580 Besatzungsmitglieder gewesen. Der Kapitän sei Grieche und habe die Zentrale der Küstenwache in Piräus über die Ereignisse informiert. Das Schiff befand sich auf einer Kreuzfahrt im westlichen Mittelmeer und war auf dem Weg von Barcelona nach Genua in Italien.

Das 1999 gebaute Schiff fährt erst seit vergangenem Dezember für die griechisch-zyprische Reederei Louis Cruises Lines. Zuvor war die damalige "Norwegian Majesty" für die US-Reederei Norwegian Cruise Line vor dem amerikanischen Kontinent unterwegs.

abl/dpa

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