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10.03.2010
 

Sommerflugplan

Air Berlin bietet wieder mehr Plätze an

Air-Berlin-Flugzeuge in Düsseldorf: Mehr Kapazität ab SommerZur Großansicht
AP

Air-Berlin-Flugzeuge in Düsseldorf: Mehr Kapazität ab Sommer

Die zweitgrößte deutsche Fluglinie will im Sommer sechs bis acht Prozent mehr Plätze für Passagiere anbieten. Das teilte Air-Berlin-Vorstandschef Joachim Hunold mit. Der Heimatflughafen soll außerdem verstärkt zum internationalen Drehkreuz ausgebaut werden.

Berlin - Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin fährt ihre Kapazitäten nach der monatelangen Branchenflaute zur Hauptreisezeit 2010 wieder hoch. Das Platzangebot soll zum Start des Sommerflugplans im Mai um sechs bis acht Prozent ausgeweitet werden, wie Vorstandschef Joachim Hunold auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) am Mittwoch in Berlin sagte. Besonders im Visier stehen unter anderem Spanien und der italienische Markt, auf dem Air Berlin nach der Übernahme von Strecken der Gesellschaft TUIfly nun stärker vertreten ist. Die Heimatbasis Berlin-Tegel soll zusehends zu einem Drehkreuz für Weiterflüge ausgebaut werden.

Am größten Hauptstadt-Airport will Air Berlin künftig mit bis zu 22 Jets mehr als 6000 Umsteigeverbindungen pro Woche organisieren - bisher sind es knapp 3000. Dafür sollen in sechs Wellen am Tag Flüge in Ost-West-Richtung sowie zwischen Nord- und Südeuropa über Berlin geführt werden. Der Umsteigeranteil in Tegel soll dadurch von drei bis vier auf mehr als zehn Prozent steigen. Das neue Konzept ziele schon auf den künftigen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg, der am 30. Oktober 2011 in Schönefeld eröffnet werden soll, sagte Hunold.

Im Langstreckengeschäft will Air Berlin angesichts der unsicheren Konjunktur weiter vorsichtig agieren. "Wir warten ab, wie sich der Markt entwickelt", sagte Hunold. Bei Bedarf könnten Kapazitäten aber schnell erhöht werden. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Air-Berlin-Passagiere um 3,9 Prozent auf 27,91 Millionen zurückgegangen. Um gegenzusteuern, wurde das Platzangebot um 2,6 Prozent verkleinert.

Mit Blick auf laufende Tarifgespräche mit der Pilotenvereinigung Cockpit sagte Hunold, wenn beide Seiten willig seien, könne es in den nächsten Wochen zu einer Einigung kommen. Eckpunkte seien in einem Spitzengespräch eingegrenzt worden. Die Gewerkschaft hatte einen angedrohten Warnstreik Anfang März abgesagt. In den Verhandlungen geht es um Arbeitsbedingungen der rund 1200 Piloten bei Air Berlin und der 2007 hinzugekauften Tochter LTU.

sto/dpa

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