Berlin - Besucher des griechischen Standes auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin könnten meinen, dass das Land im Wirtschaftsboom schwelgt und nicht in der größten Krise seiner Geschichte steckt. Der griechische Stand beansprucht fast eine ganze Messehalle. Auf einem Großbildschirm wechseln Bilder von türkisblauem Meer, von goldenen Stränden und alten griechischen Gemäuern. "Kommen Sie nach Griechenland. Wir warten auf Sie", lockt Griechenlands stellvertretende Tourismus- und Kulturministerin Angela Gerekou die Messebesucher.
Früher war die attraktive Brünette ein gefragter Filmstar, heute wirbt sie für Reisen in ihr Heimatland. Der Tourismus in Griechenland sei trotz der Krise immer noch attraktiv, sagt Gerekou. "Unsere 6000 Inseln sind noch da. 15.000 Küstenkilometer sind noch da. Das wunderschöne Festland mit seinen verschiedenen Dörfern und seiner Kultur ist noch da." Ja, es gebe ein Problem. Aber überall, nicht nur in Griechenland. Davon, dass das Land im Streik-Chaos versinkt, ist auf der weltweit größten Tourismusmesse nichts zu spüren.
Nicht jeder teilt den Optimismus der Ministerin. Die Einkünfte im Tourismus seien im vorigen Jahr um zehn Prozent eingebrochen, die Besucherzahlen um sieben Prozent gesunken, sagt George Drakopoulus, Generaldirektor des Verbands Griechischer Tourismusunternehmen. "Ich befürchte die Nachfrage wird dieses Jahr ähnlich schlecht sein."
Angst vor den Streiks
Argyro Phili, Präsidentin der Union griechischer Reiseagentur, fürchtet besonders den negativen Effekt, den die andauernden Streiks der Gewerkschaften auf den Tourismus haben könnten. Die Sorge, dass Streiks die schönsten Tage des Jahres ruinieren könnten, würde die Urlauber womöglich fernhalten. Phili richtet ihre Hoffnung auf die Last-Minute-Buchungen, die rund 50 Prozent der Nachfrage ausmachen. Dabei hofft sie auch auf deutsche Reisende: 2,3 Millionen besuchten das Land im vorigen Jahr.
"Gerade jetzt ist es eine schöne Zeit, um Griechenland zu besuchen", wirbt Gerekou auf der Messe. Bis Freitag ist die ITB noch dem Fachpublikum vorbehalten. An den letzten beiden Tagen ist die Messe dann wie üblich auch für Privatbesucher geöffnet. Rund 170.000 Besucher werden insgesamt in den 26 Messehallen erwartet.
Ein kleines Anzeichen der Krise können die Messebesucher beim Stand der Griechen entdecken: Um Kosten zu sparen, waren die Griechen dazu gezwungen, das Werbematerial aus dem Vorjahr wiederzuverwenden.
som/ AFP
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Entschuldigung, aber was sind Sie denn für ein Opfer der Mainstream Medien? Glauben Sie wirklich, dass nur weil ein paar Idioten diese Dinge getan haben nun das ganze Land deutschlandfeindlich ist? Nach dieser Logik müssten [...] mehr...
Ich jedenfalls spüre noch nichts vom notwendigen Mentalitätswandel der Griechen. Eher im Gegenteil: Die "Nord-Europäer" werden immer noch für dumm gehalten, weil sie nur Geld ausgeben wollen, das sie sich auch erarbeitet [...] mehr...
Ich habe bisher gern in Griechenland Urlaub gemacht. Nach den gastfreundlichen Beschimpfungen, Boycottaufrufen, Nazireferenzen und brennenden Europa- und Deutschlandflaggen der letzten Wochen sieht mich dieses Land nie wieder. mehr...
Es besteht kein Grund für Griechenland in Sack und Asche zu gehen, aber eine gewisse Form der Bescheidenheit wäre doch angebracht. Die wirtschaftlichen Probleme des Landes werden noch deutlicher werden. Das Land ist sehr schön [...] mehr...
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