Dublin - Mit Paraden, farbenfrohen Festen und jeder Menge Guinness-Bier haben Hunderttausende Menschen in Irland und weltweit am Mittwoch den St. Patrick's Day begangen. In der irischen Hauptstadt Dublin wurde die traditionelle Parade von Bürgermeister Emer Costello in einer von vier schwarzen Pferden gezogenen Kutsche aus dem Jahr 1791 angeführt. Rund 650.000 Schaulustige waren zu der Veranstaltung erwartet worden. Staatschefin Mary McAleese nahm die Parade mit Blaskapellen aus Indien, den USA und mehreren europäischen Ländern ab. In der Hand hielt sie ein großes Kleeblatt, das irische Nationalemblem.
Der Umzug stand unter dem Motto "Die außergewöhnliche Welt" und sollte sowohl auf die zunehmend multikulturelle Gesellschaft in Irland sowie auf zwei Jahrhunderte irischer Auswanderung in alle Welt verweisen: In der ganzen Welt leben rund 70 Millionen Menschen mit irischen Vorfahren. In Irland selber fanden zum Feiertag des irischen Nationalheiligen mehr als hundert Paraden statt. Auch zahlreiche Touristen waren in Erwartung ausgelassener Straßenfeste ins Land gereist.
Bankräuber als Kobold
Außer auf der grünen Insel gab es große Feiern zu Ehren des irischen Nationalheiligen auch in Australien, Neuseeland, Asien, Europa und Amerika. Sogar in Shanghai und Dubai wurden Paraden veranstaltet. In New York zog mit 150.000 offiziellen Teilnehmern der größte St.-Patrick's-Day-Umzug der Welt über die 5th Avenue. In alter Tradition hielt sich der irische Ministerpräsident am St. Patrick's Day in den USA auf. In Washington überreichte Brian Cowen US-Präsident Barack Obama, der selbst irische Wurzeln hat, eine Schale mit Kleeblättern. Sogar die Fontäne in dem Wasserbecken vor dem Weißen Haus sprudelte im irischen Grün.
An einen Raub kurz vor Weihnachten erinnert ein Banküberfall durch zwei Kriminelle, der sich am Mittwoch im selben Ort, in Nashville im US-Staat Tennessee, ereignete. Einer der beiden Räuber hatte sich anlässlich des St. Patrick's Day als grüner irischer Kobold verkleidet. Die Männer wurden nach einer wilden Verfolgungsjagd in der Nähe von Nashville von der Polizei erschossen. Vor wenigen Monaten hatte sich ein Bankräuber als Weihnachtsmann verkleidet.
abl/apn/AFP
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