Dubai - Die Stadtverwaltung von Dubai hat die Chefs der großen Restaurants aufgefordert, in ihrer Küche keinen Alkohol mehr zu verwenden. Nach der Klage mehrerer muslimischer Gäste, dass sie über den Alkoholanteil in einigen Gerichten nicht informiert worden seien, habe die Stadt beschlossen, ein bereits seit 2003 bestehendes Verbot nun rigoros durchzusetzen, berichtete die Dubaier Zeitung "The National" am Montag.
Die Zeitung "7Days" veröffentlichte eine Liste mit allen davon betroffenen Spezialitäten, darunter die französischen Klassiker "Coq au Vin" und "Crêpe Suzette". Nach Informationen von "The National" klagen viele Küchenchefs über das Verbot, da sie befürchten, dass ihre Gerichte ohne Alkohol nicht mehr schmecken. Sie hoffen demnach, sich mit den Behörden doch noch auf einen Kompromiss zu einigen.
Alkoholische Getränke dürfen dem Bericht zufolge weiterhin in Gaststätten mit einer speziellen Lizenz ausgeschenkt werden - zumeist handelt es sich dabei um Restaurants, in denen Touristen verkehren. In einheimischen Restaurants bieten die Wirte normalerweise überhaupt keinen Alkohol an, weil für gläubige Muslime Alkoholgenuss eine Sünde ist.
som/AFP
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