Hannover - Die steigende Zahl der Sondergenehmigungen im Luftverkehr ermöglicht immer mehr im Ausland festsitzenden Urlaubern die Rückkehr in die Heimat. Die Reiseveranstalter TUI und Rewe wollen noch am Dienstag Zehntausende gestrandete Urlauber nach Hause fliegen - eine solche Rückholaktion hat es in Deutschland bislang nicht gegeben.
Allein bei Deutschlands größtem Reiseveranstalter TUI geht es um rund 20.000 Reisende. "Damit sind in den Urlaubsländern im Mittelmeerraum praktisch keine TUI-Gäste mehr, die auf ihre Rückreise warten", sagte ein TUI-Sprecher am Dienstag. "Bis Mitternacht haben wir alle Starts ab Deutschland abgesagt. Die Rückholaktionen haben Vorrang", sagte der Unternehmenssprecher. Dafür hatte die TUIfly außer ihren 19 Maschinen noch 15 andere, darunter zwei Jumbos, gechartert.
Sämtliche Feriengäste, die auf der Kanaren-Insel Teneriffa auf den Heimflug gewartet hatten, waren bereits am Dienstagmorgen in Deutschland angekommen. 17 Maschinen waren alleine im Einsatz, um insgesamt 2500 Urlauber von Mallorca aus zu den Flughäfen Hannover, Leipzig, Köln und Düsseldorf zu bringen.
Insgesamt mussten mehr als 200.000 deutsche Pauschaltouristen wegen der Aschewolke ihre Urlaubspläne ändern- etwa die Hälfte davon sitzt im Ausland fest, die andere Hälfte kann geplante Reisen aus Deutschland zunächst nicht antreten.
Hoffnung auf Normalisierung
Die TUI plant von Mittwoch an wieder einen normalen Flugbetrieb. Die Gäste, die am Mittwoch in den Urlaub fliegen sollten, werden über geänderte Abflugzeiten informiert. Dazu hat der Reiseveranstalter eine Hotline eingerichtet (0511 - 567 80000).
"Wir wollten mit der Verzögerung sicherstellen, dass keine Busse zwischen 22 Uhr und 4.30 Uhr morgens ankommen, weil in dieser Zeit eine Weiterreise per Flug oder Bahn für die meisten kaum möglich gewesen wäre", erläutert ein TUI-Sprecher. Das fürsorgliche Engagement des Reiseanbieters ist verständlich. Er ist vertraglich verpflichtet, die Urlauber nach Hause zu bringen und verlor wegen des Flugverbots zuletzt knapp sieben Millionen Euro am Tag.
Auch Rewe setzt Busse und Fähren ein
Die Rewe Touristik erwartete bis zum Dienstagabend 90 Prozent ihrer gestrandeten Urlauber zurück in Deutschland. Insgesamt sollten fast 15.000 Menschen nach Hause gebracht werden, die wegen des Flugverbots an ihrem Ferienziel festsaßen, teilte Rewe in Köln mit. Auch hier handle es sich um die größte Rückholaktion in der Geschichte des Unternehmens. Die Rewe-Reiseveranstalter - darunter ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg und Dertour - setzten zahlreiche Sondermaschinen sowie Busse und Fähren ein.
Allein in Spanien seien 5000 Kunden wegen der Luftraumsperrungen gestrandet, hieß es. In Ägypten, der Türkei und Tunesien warteten mehr als 3000 Feriengäste zum Teil seit Freitag auf einen Heimflug. 4500 Urlauber säßen in fernen Regionen wie Karibik, Asien oder Nordamerika fest. Sie würden entweder direkt nach Deutschland geflogen oder zu einem europäischen Flughafen, der nicht von der Luftraumsperrung betroffen ist.
Thomas Cook will bis Mittwoch zehntausend Gäste mit Sonderflügen abholen. Das Unternehmen setzte 15 Sonderflüge nach Antalya, Djerba, Monastir, Teneriffa und Hurghada ein. Am Montag hatte der Veranstalter bereits mehr als 2500 Gäste aus ihren Urlaubsorten zurückgeholt.
Flugzeuge verschiedener Fluggesellschaften brachten die Kunden aus der Dominikanischen Republik, Kuba und Kenia sowie aus Antalya, Teneriffa, Màlaga, La Palma und Mallorca nach Deutschland und Österreich. Per Bus erreichten die Passagiere ab den österreichischen Flughäfen ihre deutschen Ziele.
Die Thomas-Cook-Tochter Condor hat ebenfalls am Dienstagmorgen wieder ihren regulären Flugbetrieb aufgenommen, teilte der Billigflieger mit. Die erste Boeing 767 mit 191 Passagieren habe den Flughafen Frankfurt um 7.30 Uhr in Richtung Palma de Mallorca verlassen und soll rund 270 Passagiere wieder zurückbringen. Mit mehr als 20 zusätzlichen Sonderflügen sollen Gäste unter anderem aus der Dominikanischen Republik, Kuba, Mexiko, Thailand und Kenia nach Deutschland gebracht werden.
Lufthansa und Air Berlin fliegen wieder
Deutschlandweit lief am Dienstag der Flugverkehr am Dienstag nur zögerlich an. Bei der größten deutschen Fluggesellschaft Lufthansa werde es am Dienstag voraussichtlich 200 Flüge geben, sagte eine Sprecherin. Damit ist die Airline zwar noch weit von einem Normalbetrieb entfernt. Der größte Teil der Langstreckenflüge könne jedoch starten und auch auf innerdeutschen und europäischen Strecken komme der Betrieb wieder ins Rollen.
Auch die kleinere Konkurrentin Air Berlin versucht möglichst viele ihrer geplanten rund 650 Flüge starten zu lassen. Ob dies gelinge, hänge jedoch davon ab, wie viele Flughäfen im Lauf des Tages geöffnet blieben, sagte ein Sprecher. Die Airlines fliegen seit Montag mit einer Ausnahmegenehmigung im kontrollierten Sichtflug. Das ist nur bei gutem Wetter und am Tag möglich. Zudem kontrolliert die Flugsicherung mit ihren Lotsen den Verkehr, damit es keine Zusammenstöße gibt.
Die generelle Sperrung des deutschen Luftraums wegen der Vulkan-Aschewolke bleibt noch bis mindestens 20 Uhr am Dienstag bestehen. Reiseveranstalter und Fluglinien empfahlen, sich vor einer geplanten Reise im Internet oder über Hotlines über den aktuellen Stand zu informieren - alle Informationen dazu finden Sie in der linken Spalte.
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Bin gerade aus Antalya zurück. Ich vermisse bei der ganzen Berichterstattung die menschliche Komponente. Ich erinnere mich an ein etwas betagteres Rentnerpäarchen, dass vollkommen hilflos den Tränen nahe war, nachdem ihr [...] mehr...
Ursächlich haben die Flugsicherungen in Europa den Luftraum gesperrt, inkl. der DFS. War vielleicht ein Fehler von Herrn Ramsauer sich zu Sichtflügen drängen zu lassen. Bei solchen Unwägbarkeiten wie den Vulkanausbrüchen müssen [...] mehr...
Was ist es denn sonst als Neid, wenn jemand bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf alles schimpft, was andere sich leisten. Neid ist die deutsche Form der Anerkennung... ---Zitat--- Es geht um unser menschlich [...] mehr...
Wir haben jetzt 2 1/2 Tage in London festgesessen, sind dann mit ein paar Österreichern (äußerst humorvoll)und einem richtig netten englisch-indischen Fahrer (500 Pfund für alle) nach Calais (Fähre 10 Pfund jeder) haben dort für [...] mehr...
alle tun so als würden sich die ailines einen kopf um die passagierflüge machen. wichtig sind für die nur die durcgführung von fracgzflügen. die rechnen sich richtig mehr...
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