Kapstadt - Bei der Entgleisung eines Luxuszuges nahe der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria sind am Mittwoch nach Medienangaben zwei südafrikanische Frauen, die in dem Zug arbeiteten, getötet und 32 Menschen verletzt worden. Eine der beiden Frauen sei schwanger gewesen und habe durch den Schock ihr Kind geboren, das bereits tot auf die Welt gekommen sei. Dies berichteten Rettungskräfte südafrikanischen Medien.
Mehrere Waggons hätten sich nach der Entgleisung ineinandergeschoben, schrieb die Nachrichtenagentur SAPA. Der Rovos-Zug wird vor allem von Touristen genutzt. Insgesamt hätten sich bei dem Unglück 55 Passagiere an Bord befunden. Wie Rovos Rail mitteilte, verunglückte der Zug bei einem Halt kurz vor Pretoria, als die Lokomotive ausgetauscht werden sollte. Dabei setze sich der Zug in Bewegung, noch bevor die Dampflok ausgewechselt war.
Die Eisenbahn-Gesellschaft Rovos Rail wirbt damit, dass sie den "luxuriösesten Zug der Welt" betreibt. Er verkehrt vor allem zwischen Kapstadt, Pretoria und den weltberühmten Viktoria-Wasserfällen an der sambischen Grenze. Maximal finden 72 Passagiere in dem mit schweren Hölzern und kostbaren Stoffen ausgestalteten Zug Platz. Der günstigste Trip zwischen Kapstadt und Pretoria kostet für zwei Tage pro Person in einem Doppelabteil 11.000 Rand (etwa 1100 Euro).
Im Mai 2008 brannten 14 der 75 Waggons der Rovos-Flotte aus. Ein Feuer war in dem Bahndepot bei Pretoria ausgebrochen. Menschen kamen bei dem Unglück nicht zu Schaden. Die Feuerwehr bezifferte den Schaden auf mehrere Millionen Euro.
abl/dpa/afp
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