Brüssel/Reykjavík - Die Asche des aktiven isländischen Gletschervulkans hat erneut den Flugverkehr in Teilen Europas gestört. Betroffen waren am Samstag vor allem Flughäfen im Norden Spaniens, Portugals sowie im Süden Frankreichs, teilte die europäische Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol mit.
In Nordspanien wurden am Samstag 19 Flughäfen geschlossen. Die spanische Flughafenbehörde AENA ordnete dies unter anderem für die Airports von La Coruña, Asturias, Santander, San Sebastián, Bilbao und später auch für den Großflughafen von Barcelona an. Die internationalen Flughäfen in Madrid und Palma de Mallorca blieben geöffnet. Allein am Samstag fielen über 600 Flüge in Spanien aus.
In Portugal wurden nach Angaben der Flughafenbehörde ANA mehr als hundert Flüge gestrichen, aber keine Flughäfen geschlossen. Hunderte Transatlantikflüge mussten wegen der Aschewolke umgeleitet werden, weshalb es etwa am Flughafen Frankfurt zu Verspätungen von bis zu 60 Minuten kam. Auch für den Rest des Wochenendes bleiben die Aussichten für Flugreisende düster, genaue Vorhersagen wurden zunächst nicht gemacht.
Nach einer Prognose des Meteorologischen Instituts in London könnte sich die Aschewolke bis zum Sonntag über den Norden Spaniens hinaus nach Osten in Richtung Mittelmeer und gar bis an die Westküste Italiens ausbreiten. In den nächsten Tagen müssten Passagiere immer wieder mit Störungen rechnen, warnte auch die irische Luftfahrtbehörde IAA.
Die französische Luftfahrtbehörde erklärte hingegen, vorerst komme es zu keinen Schließungen. Basierend auf den jüngsten Prognosen werde der Süden des Landes bis Montagmittag von der erhöhten Aschekonzentration verschont, hieß es. Transatlantikflüge wurden um die betroffenen Gebiete umgeleitet.
Auch auf den deutschen Luftverkehr hat die Aschewolke nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) vorerst nur geringe Auswirkungen. "Bislang liegt uns keine Wetterwarnung vor, die sich auf Aschepartikel aus dem Vulkan bezieht", sagte DFS-Sprecherin Kristina Kelek am Samstag. Die DFS stehe weiterhin in engem Kontakt mit dem Deutschen Wetterdienst. Die Aschewolke hatte seit Dienstag den Flugverkehr nach Irland und Schottland behindert und sich am Freitag nach Westen bewegt.
Unterdessen meldeten Forscher, dass der Eyjafjallajökull wieder weniger Vulkanasche in die Atmosphäre schickt. Nach einer am Freitagabend veröffentlichten Analyse des Meteorologischen Instituts Reykjavík hat sich die zuvor massiv stärker gewordene Eruption aus dem Gletscher über dem Vulkan wieder beruhigt.
Die Rauchsäule erreiche nur noch geringere Höhen, und die Wolke sei wegen des geringeren Ascheanteils heller geworden, hieß es aus der isländischen Hauptstadt. Man sehe aber keine Anzeichen für ein Ende der Eruption. Diese hatte Mitte April begonnen und durch die ausgestoßene Asche den Flugverkehr in weiten Teilen Europas für knapp eine Woche lahmgelegt.
mbe/can/apn/Reuters/dpa/afp
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[QUOTE=sysop;5396432]Nach dem europaweiten Reise-Chaos dauert die Diskussion über den Umgang mit dem Vulkanausbruch weiterhin an. Inzwischen erscheinen die Entscheidungen zweifelhaft. War die radikale Sperrung des Luftraums [...] mehr...
Auch nich finde, dass man hier nichts auf die leichte Schulter nehmen sollte, schließlich gilt gerade im Flugverkehr "Safety First". Klar, es ist ärgerlich, dass es zum vorrübergehenden Stillstand kommt, auch ich war [...] mehr...
Das heißt, das ich, wie des öfteren wirres und zusamenhangloses Erfahren habe, und mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, daß sich daraus bei, mittlerer Schulbildung und praktischen Bezügen zu seiner Umwelt, eine Gefahr [...] mehr...
Am 25.04. war der Luftraum meines Wissens nach wieder ganz normal nach IFR geöffnet, also kann das auch andere Gründe gehabt haben. Gerade aus Süden muss man schon immer recht früh runter in den unteren Luftraum, also unter [...] mehr...
Das ist das übliche Verhalten: Erst Druck machen um eine Genehmigung zu erzwingen, bis dem Minister das Blut aus den Augen kommt, dann den Piloten die Verantwortung zuschieben, ohne ihnen überhaupt Daten an die Hand zu geben, [...] mehr...
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