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18.06.2010
 

Rekord-Weltreise

Segler nach 1152 Tagen wieder an Land

Dauersegler aus New York: Drei Jahre auf hoher See
Fotos
AP

Marathon auf hoher See: Der New Yorker Segler Reid Stowe ist nach über drei Jahren auf seinem Boot wieder heimgekehrt. Weder eine Kollision mit einem Frachter, noch eine Kenterung haben ihn von seiner Rekordtour abgehalten - und auch nicht die Geburt seines Sohnes vor 23 Monaten.

New York - Reid Stowe ist in seiner Heimat New York angekommen. Der 58-jährige Segler hat 1152 Tage auf seinem Zweimaster "Anne" verbracht und ist nach seiner Aussage nicht einmal an Land gegangen. Bei seiner Ankunft im Hafen wurde Stowe von applaudierenden Freunden und Familienangehörigen empfangen, darunter sein knapp zweijähriger Sohn, dessen Geburt er verpasst hatte.

Seine Reise breche einen Rekord aus den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts, sagte Stowe am Donnerstag. Damals sei ein norwegisches Schiff 1067 Tage im Meer unterwegs gewesen. Charles Doane, Herausgeber des "Sail Magazine", ist überzeugt von einem neuen Rekord. Das GPS-System, das Stowes Reise aufgezeichnet hat, beweise, dass der Schoner kein Land berührt habe. Guinness World Records prüft den Antrag auf einen Eintrag als die längste Segelreise noch.

Die Tour war nicht immer einfach: Schon 15 Tage nach seinem Aufbruch kollidierte der US-Amerikaner mit einem Frachter, und im Februar war sein Schiff kurzzeitig gekentert. Das Schwierigste auf seiner Fahrt sei aber der Abschied von seiner Freundin gewesen, erzählt Stowe. Seine Reise hatte er im April 2007 gemeinsam mit der heute 26-jährigen Soanya Ahmad von Hoboken in New Jersey angetreten. Während Stowe schon vier Jahrzehnte lang zu allen Kontinenten gesegelt war, war es für Ahmad das erste Mal, dass sie über den Hudson River hinaus kam.

Yoga zum Zeitvertreib

Ahmad brach die Reise nach zehn Monaten wegen Seekrankheit ab, außerdem vermutete sie, dass sie schwanger sei. Reed setzte die Reise alleine fort. "Wir hatten eine Vereinbarung getroffen, dass er weiterfahren würde", sagte Soanya Ahmad. "Ich wusste, wenn er zurückgekommen wäre, ohne sein Vorhaben zu beenden, wäre er nur wieder irgendwann gestartet."

Der New Yorker hatte das 21 Meter lange Segelschiff vor über 30 Jahren zusammen mit seiner Familie gebaut, benannt wurde es nach seiner Mutter Anne. Um sich während seiner langen Fahrt vor Langeweile zu bewahren, habe er kaputte Segel repariert, gemalt, Yoga praktiziert und ein Buch geschrieben, sagte Reid. Zudem habe er Satellitentelefonate führen und E-Mails versenden können. Um für ausreichend Vorräte an Bord zu sorgen, hätten Restaurants Essen gespendet. Auch ein Geld und ein Navigationsgerät seien gespendet worden.

abl/apn

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19.06.2010 von eikfier: doch, doch, aber eine Null zuviel!

...doch,doch ein offenes Boot von 6m Länge und 28cm mittschiffs über Bord und 6 Mann Besatzung, die bei schlechtem Wetter wie die Wahnsinnigen geschöpft haben, war´s wohl schon, aber VOR der Gefangennahme, von dem gestrandeten [...] mehr...

19.06.2010 von Holgilein: Ob er wohl...

Na ja, ob ihm der Spruch wohl einfiel, als er auf der kleinen Insel Motuihe, hier im Waitemata Harbour in Auckland, in WW1 einsass? War allerdings kein "offenes Boot", mit dem er stiften ging, sondern eine auf See [...] mehr...

19.06.2010 von MTBer: Kenterung?

Ist der Kiel eines solchen Schiffs schwer genug, dass es sich von alleine wieder aufrichtet? Zumindest etwas über 45° nach Luv? mehr...

19.06.2010 von eikfier: ...keine Frage!

...ja "Phylax", der adlige Seeheld aus Halle in Sachsen, das war wirklich noch ´nen ganzer Mann/Mensch, ca. 3000Meilen im offenen Boot mit einer Handvoll mit ihm geflüchteter Kameraden im 1.Weltkrieg. Dass sich an DEN [...] mehr...

19.06.2010 von eikfier: warum aber?

...schon richtig mit "Selbsterfahrung" und über die "Ursprünge des Lebens" nachdenken und dadurch zum Weisen werden, aber wozu dann die Medien-Begleitung und nicht für sich alleine auf dem Balkon meditieren? [...] mehr...

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