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21.06.2010
 

Cappuccino-Coup

Bahn investiert in besseren Bord-Kaffee

Bahn: Millionen-Investition für Kaffeetrinker
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DDP

Millionen Koffeinsüchtige werden es der Deutschen Bahn danken. Das Unternehmen will schon im Sommer beginnen, in IC-Zügen neue Kaffeemaschinen einzubauen. Latte Macchiato und Co. sollen das Gastronomie-Geschäft ankurbeln - die Bahn lässt sich das eine Million Euro kosten.

Berlin - Die Bahn will das Bordgastronomie-Geschäft in ihren Zügen verbessern und investiert auch mehr als eine Million Euro in neue Kaffeemaschinen. "Wir gehen davon aus, den Vorjahresumsatz von 84 Millionen Euro in diesem Jahr zu übertreffen", sagte Robert Etmans, Vorstand für den Bordservice der Fernverkehrssparte, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

In Speisewagen, Bordbistros und beim Verkauf am Platz waren die Erlöse 2009 um vier Millionen Euro zurückgegangen. Hintergrund war, dass wegen technischer Probleme mit Achsen monatelang nur deutlich weniger ICE-Züge eingesetzt werden konnten.

Noch im Sommer will die Bahn beginnen, in 120 Intercity-Züge neue Kaffeemaschinen einzubauen. Neben einer besseren Kaffeequalität könnten dann auch Spezialitäten wie Latte Macchiato und Cappuccino bestellt werden, sagte Etmans.

Mit Sonderaktionen in Speisewagen und Angeboten am Platz versucht der Konzern seit einigen Jahren, das defizitäre Gastronomiegeschäft zu beleben. "Wir haben es geschafft, dass sich das Defizit nicht vergrößert", sagte Etmans. Von 76 Millionen Euro 2002 stieg der Umsatz im Fußball-WM-Jahr 2006 auf 87 Millionen Euro und erreichte 2008 den bisherigen Spitzenwert von 88 Millionen Euro. Hinzu kommen jeweils sieben bis acht Millionen Euro Jahresumsatz aus Aktivitäten in der Schweiz. Angaben zum Ergebnis macht die Bahn nicht.

Angebote der Bordgastronomie nutzen nach Unternehmensangaben etwa 18 Millionen Fahrgäste im Jahr. Je ein Drittel des Umsatzes entfällt auf die Speisewagen und die Bordbistros, ein Viertel auf Speisen und Getränke am Platz und fünf Prozent auf mobile Brezel- oder Eisverkäufer. In ihrer Fernverkehrsflotte hat die Bahn 250 Speisewagen und 390 Bordbistros im Einsatz. Dort arbeiten 1900 Menschen, dazu kommen 220 Servicemitarbeiter für die erste Klasse, 240 mobile Verkäufer und 480 Logistiker.

abl/dpa

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