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19.07.2010
 

Strandsperrung

Bretagne-Urlaubern droht gefährliche Algenpest

Nordbretagne im August 2009: Die Algenpest droht auch in diesem JahrZur Großansicht
dpa

Nordbretagne im August 2009: Die Algenpest droht auch in diesem Jahr

An der Küste der Bretagne sind Massen an Algen angespült worden, ein Strand musste schon zeitweise gesperrt werden. Dämpfe aus den verrottenden Pflanzen können für Menschen gefährlich sein. Vermutlich ist ein Mann im vergangenen Jahr daran gestorben.

Paris - Urlauber in der Bretagne müssen sich auch in diesem Sommer auf gesundheitsgefährdende Algen an vielen Stränden einstellen. Seit Saisonbeginn seien bereits 25 000 Kubikmeter Algen eingesammelt worden, berichtete die französische Zeitung "Le Figaro" am Montag.

Am stärksten betroffen sei der Norden des Departements Finistère. Im Ort Douarnenez sei Anfang Juli vorübergehend sogar der Strand wegen der Algen gesperrt worden. "Wenn das so weitergeht, kommen wir den Sommer über mit dem Einsammeln nicht mehr hinterher", sagte William Boulic, Vorsitzender des Gemeindeverbandes.

Die französische Regierung hat bislang eher darauf gesetzt, die Algen zu beseitigen, als ihre Ursachen zu bekämpfen. Zu diesen gehören unter anderem die Schweinehaltung und das Düngen in der Landwirtschaft. In diesem Jahr stehen 700.000 Euro für das Aufsammeln der Algen bereit. Zudem sollen drei neue Kompostieranlagen gebaut werden.

Umweltschützer fordern seit langen, bei der Bekämpfung des Problems in der Landwirtschaft anzusetzen. Erst kürzlich stimmte die Nationalversammlung allerdings einer Gesetzesänderung zu, die den Schweinezüchtern die Gründung größerer Betriebe erleichtert.

Im Sommer 2009 hatte es in Frankreich eine heftige Debatte über die Gefährlichkeit der in der Bretagne massenweise angeschwemmten Grünalgen gegeben. Experten brachten den Tod eines Algen-Transporteurs mit den schädlichen Gasen in Zusammenhang, die die verrottenden Pflanzen abgeben. Auch ein Pferd war zusammengebrochen und gestorben, als es über einen Algenteppich lief. Der Reiter konnte gerettet werden.

Die Pflanze ist selbst nicht giftig. Sie entwickelt aber Schwefelwasserstoff, wenn sie vermodert.

abl/dpa

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21.07.2010 von natprod: erst der Anfang

Algen"pest" in der Ostsee, in der Bretagne und anderen Gebiten der Erde und jetzt ist der Urlaub auch noch dahin. Ich sage nur rein mit den Duengemitteln und raus mit dem Oel (aus der Tiefe). Wir kriegen diesen Planeten [...] mehr...

19.07.2010 von Gertrud Stamm-Holz: titel

Den Urlaubern mag der Urlaub vermiest werden, das kann vorkommen. Hauptsächlich wird aber die Bretagne darunter leiden, wobei ich nicht von den Leuten rede. Es gibt weit mehr Leben, das leiden kann. Sie Ölpest. mehr...

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