Nairobi - Seit Jahren war es nicht mehr zu so einem brutalen Überfall gekommen: Bewaffnete waren am Montagabend in ein Camp in dem weltberühmten Naturschutzgebiet Massai Mara an der kenianisch-tansanischen Grenze eingedrungen, berichtete die Zeitung "Daily Nation" am Mittwoch. Die Männer erschossen einen Touristen und verletzten zwei weitere schwer.
Über die Nationalität der Urlauber machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus in Nairobi geflogen, ihnen gehe es bereits besser, hieß es. Die übrigen Urlauber wurden in andere Camps gebracht.
Mehr als hundert Polizisten und Wildhüter durchkämmten das Gebiet auf der Suche nach den Tätern, zudem wurden Spürhunde und Kleinflugzeuge eingesetzt - zunächst ohne Erfolg. Der Überfall auf das Touristencamp war der erste Vorfall dieser Art seit langem. Weitaus häufiger ist bewaffneter Viehdiebstahl in den Dörfern am Rande der Massai Mara.
Derzeit ist in der Massai Mara Hauptsaison. Tausende Touristen besuchen die Savannenlandschaft während der alljährlichen Gnuwanderung aus der benachbarten Serengeti. Die Tourismusindustrie in dem ostafrikanischen Land erholt sich gerade erst von dem Einbruch der Besucherzahlen nach den blutigen Unruhen nach den Präsidentenwahlen im Dezember 2007.
abl/dpa
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