Christchurch - Mehr als tausend Ski- und Snowboardfahrer mussten unfreiwillig eine Nacht auf dem Mount Hutt nahe der Stadt Christchurch in Neuseeland verbringen. Wie die neuseeländische Zeitung "The Press" berichtet, wurden die Ausflügler von einem Sturm überrascht, der mit bis zu 200 km/h über die Pisten wehte.
Wegen Schneewehen und schlechter Sicht schlossen die Betreiber die Zufahrtsstraße. Da es in dem Skiresort keine Hotels oder Pensionen gibt, mussten die Wintersportler die Nacht dichtgedrängt in einem Café verbringen. Unter den Betroffenen waren auch etwa 300 Schulkinder.
Die auf 1600 Meter Höhe festsitzenden Menschen machten das Beste aus der Situation. Aus Skilehrern wurden Küchenhelfer, die die Leute mit selbstgekochtem Essen versorgten. Zum Frühstück gab es neben Kaffee und Bacon-Sandwichs auch eine Runde Energydrinks. Die Bar mit dem Alkohol blieb allerdings sicherheitshalber geschlossen.
Ein Gestrandeter berichtete der Zeitung, sie hätten sich die Zeit mit Galgenraten und anderen Spielen vertrieben. Schlafplätze fanden sich unter Tischen und auf Holzboxen. Das größte Problem seien einige schnarchende Leute gewesen, sagte David Wilson, Betreiber des Skigebietes.
Am Freitagmorgen konnten alle den Berg wieder verlassen. Das Skigebiet bleibt noch einen Tag geschlossen - die Skilehrer müssen sich erst von ihrem Ausflug in die Gastronomie erholen.
ank
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