Frankfurt/Main - Der landesweite Streik gegen die Rentenreform in Frankreich wirkt sich auch auf Reisende in Deutschland aus. Sowohl bei der Bahn als auch im Luftverkehr ist es am Dienstag zu Verspätungen und Ausfällen gekommen. Bei der Bahn kamen schon die Reisenden in den Nachtzügen nur bis Mannheim, wo sie auf Busse nach Paris umsteigen mussten, wie Bahn-Sprecher Andreas Fuhrmann in Berlin erklärte.
Am Dienstag fuhren von Stuttgart aus nur zwei Fernzüge jeweils nach Paris und zurück. Normalerweise fahren gut ein Dutzend Züge in jeder Richtung, ebenso von Frankfurt am Main aus. Auch dort war der Verkehr nach Frankreich stark eingeschränkt.
Die Lufthansa musste nach Angaben einer Sprecherin in Frankfurt am Main auf Anweisung des französischen Verkehrsministeriums 25 Prozent ihrer Flüge nach Frankreich streichen. Damit wurden acht Flüge nach Paris storniert. Zum Ausgleich setzte die Fluggesellschaft teilweise größere Maschinen ein. Damit komme es für Fluggäste unter Umständen zu Wartezeiten, sagte Sprecherin Sandra Kraft. Die Lufthansa erwartet aber, alle gebuchten Passagiere auch befördern zu können.
Bei den Pariser Verkehrsbetrieben löste der ganztägige Streik erhebliche Behinderungen aus, an den Hauptstadtflughäfen Charles de Gaulle und Orly sollte bis zum Abend jeder vierte Flug ausfallen.
Verspätungen gab es den Angaben zufolge auch im Flugverkehr nach Spanien und Portugal. Grund dafür seien Einschränkungen im französischen Luftraum. Auch einzelne Flugausfälle seien deshalb möglich.
sto/apn/AFP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Reise | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Aktuell | RSS |
| alles zum Thema Frankreich-Reisen | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH