25. November 2009, 14:30 Uhr

Brasilien

Rio verbietet Kokosnüsse am Strand

Mit schärferen Regeln will die Stadtverwaltung gegen das Müllproblem an den Stränden von Rio de Janeiro vorgehen. Ab Dezember ist es Besuchern nicht mehr gestattet, dort Kokosnüsse zu essen - denn die locken Ratten an.

Rio de Janeiro - Kokosnussmilch schlürfende Sonnenanbeter an den Stränden der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro gehören nach dem Willen der Stadtverwaltung bald der Vergangenheit an. "Am Ende eines jeden Tages liegt am Strand von Ipanema ein Haufen Kokosnüsse, den die Besucher dort im Sand zurückgelassen haben", sagte der für die Strände der Küstenstadt zuständige Jovanildo Savastano. "Und die Kokosnuss-Schalen sind die Hauptursache für Ratten an den Stränden."

Die Stadtverwaltung von Rio, Schauplatz der Fußballweltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele 2016, hat daher entscheiden, den Verkauf von Kokosnüssen ab dem 1. Dezember an den Stränden zu verbieten.

Bürgermeister Eduardo Paes kündigte jedoch an, das Verkaufsverbot zu überdenken, wenn die Strandbesucher in Zukunft ihren Müll selber entsorgen. Laut Savastano machen Kokosnüsse mehr als ein Viertel der zehn Tonnen Müll aus, die tagtäglich am Strand von Ipanema hinterlassen werden. An Wochenende falle sogar die dreifache Menge Unrat an.

sto/AFP


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