Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Himalaja: Kletterern gelingt erstmals Winterbesteigung des Nanga Parbat

Im Winter auf dem Gipfel des Nanga Parbat stehen - das war ein bisher unerfüllter Bergsteigertraum. Jetzt haben es drei Männer geschafft, darunter der Italiener Simone Moro.

Nanga Parbat: Die erste Winterbesteigung ist gelungen Zur Großansicht
DPA

Nanga Parbat: Die erste Winterbesteigung ist gelungen

Der Nanga Parbat im Westhimalaya ist einer der am schwierigsten zu besteigenden Berge der Welt - Lawinen und die extremen Wetterlagen machen ihn gefährlicher als den Mount Everest. Im Winter ist der 8125 Meter hohe Gipfel in Pakistan bisher noch nicht erreicht worden.

Dies haben am Freitag kurz vor 16 Uhr drei Bergsteiger geschafft: der 48-jährige Italiener Simone Moro, der 34-jährige Spanier Alex Txikon und der Pakistaner Ali Sadpara. Die Südtirolerin Tamara Lunger, 29, die mit Moro zusammen ein Team bildete, musste kurz unter dem Gipfel aufgeben. Die Kletterer sind bereits auf dem Abstieg, meldete das Blog "Altitude Pakistan". Sie werden die Nacht im Lager 4 auf circa 7100 Meter Höhe verbringen und am Samstag ins Basislager laufen.

Ihren Aufstieg begannen die vier am Montag bei heftigen Winden und schwierigen Kletterbedingungen. Für den ersten 2000-Meter-Aufstieg benötigten sie elf Stunden. Dann mussten sie einen Tag lang in der Höhe von 6100 Metern ausharren, bis die Stürme nachließen. Am Freitag starteten sie gegen 6 Uhr am Morgen den letzten Gipfelaufstieg - bei wolkenlosem Himmel.

Simone Moro hatte sich bereits im Winter vor zwei Jahren zusammen mit dem Münchner David Göttler den Nanga Parbat vorgenommen. Die beiden mussten jedoch wegen starker Winde und Kälte aufgeben, als sie den Mazeno-Grat in 7200 Meter Höhe erreicht hatten. Im vergangenen Winter scheiterten Txikon und Sadpara und der Italiener Daniele Nardi in 7800 Metern.

abl

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH