Beinahe-Kollision in Hahn Segelflugzeuge und Boeing näherten sich auf 200 Meter an

Fast wäre es im August in Hahn zu einer Katastrophe gekommen. Eine Ryanair-Maschine im Landeanflug und zwei Segelflugzeuge kamen sich über dem Flughafen gefährlich nahe. Von einer "schweren Störung" spricht die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung.

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Hahn - Beim Landeanflug einer Passagiermaschine auf den Flughafen Hahn im Hunsrück hat es Anfang August eine Beinahe-Kollision gegeben. Nach einem Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig kamen sich eine Boeing 737 und zwei Segelflugzeuge in einer Höhe von 1600 Metern bedrohlich nahe. Zwischen den Fliegern lagen den Angaben zufolge nur noch rund 200 Meter. Die BFU stufte den Vorfall als "schwere Störung ohne Verletzten" ein.



Wie die Zeitung "Trierischer Volksfreund" berichtete, sei die Boeing der irischen Fluggesellschaft Ryanair auf dem Rückflug von Alicante in Spanien mit 179 Menschen besetzt gewesen.



Der Flughafen ist nach eigenen Angaben für die Aufklärung des Vorfalls nicht zuständig. "Das ist außerhalb unserer Kontrollzone passiert und uns von den Piloten nicht gemeldet worden", sagte eine Sprecherin der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH. Sie habe erst durch die Medien davon erfahren. Es sei Aufgabe der Deutschen Flugsicherung im hessischen Langen, sich mit dem Fall auseinanderzusetzen.



Vor vier Jahren hatte es schon mal eine "schwere Störung" des Luftverkehrs in der Nähe vom Airport Hahn gegeben. Ein Tornado der Bundeswehr-Luftwaffe und eine Passagiermaschine von Ryanair mit 167 Fluggästen an Bord waren sich so nahe gekommen, dass das Kollisionswarnsystem des Urlaubsfliegers angeschlagen hatte.



Einige Passagiere erstatteten danach Anzeige. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach stellte 2007 die Ermittlungen jedoch ein. Der Tornado-Pilot habe den Mindestabstand von 150 Metern nicht unterschritten, hieß es abschließend. Dies hätten Aufzeichnungen der Flugsicherung belegt.



abl/dpa



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