Ärger mit Souvenirverkäufern Ägypten schließt Tal der Könige für Touristen

Die Geschäfte laufen schlecht, Urlauber bleiben aus. Für Souvenirverkäufer im ägyptischen Tal der Könige sind schwierige Zeiten angebrochen. Jetzt haben einige von ihnen sich auch noch eine handfeste Auseinandersetzung mit der Polizei geliefert - das historische Areal wurde geschlossen.

Hatschepsut-Tempel: Das Tal der Könige wurde zeitweise geschlossen
REUTERS

Hatschepsut-Tempel: Das Tal der Könige wurde zeitweise geschlossen


Luxor - Die politischen Spannungen in Ägypten bekommen auch die Touristen immer stärker zu spüren. Am Dienstag wurde das Tal der Könige in Luxor für Besucher geschlossen, nachdem es in dem Gebiet zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Souvenirverkäufern und zwei Polizisten gekommen war. Einer der Polizisten wurde nach Angaben von Augenzeugen verletzt.

Bei vielen Souvenirverkäufern und Händlern im Basar von Luxor liegen die Nerven blank, weil die Geschäfte seit dem Sturz der Regierung von Präsident Husni Mubarak Anfang 2011 schlecht laufen. Denn viele Urlauber schrecken wegen der andauernden Proteste vor einer Ägyptenreise zurück. Schon mehrfach mussten Sehenswürdigkeiten geschlossen werden, weil es zu Protesten und Auseinandersetzungen kam.

Im Tal der Könige sind die Felsengräber der Pharaonen zu besichtigen. In den vergangenen Tagen waren wegen einer Protestaktion zwischenzeitlich auch das nahe gelegene Tal der Königinnen und die Ruinen von Deir al-Madina geschlossen gewesen.

sto/dpa



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guentherprien, 16.04.2013
1. Richtig so, nicht nach Ägypten,
Ostdeutschland ist so schön und der Schwarzwald auch. Urlaub in D und die nationale Tourismusindustrie und Binnenwirtschaft stärken. Nur Kranke brauchen Hitze und Hautkrebs. Weiter so. Irgendwann werden sie merken, dass man Wüstensand nicht essen und Erdöl nicht trinken kann !
Meckerliese 16.04.2013
2. Recht so
Wer fliegt noch in dieses Land um sich gängeln zu lassen? Solange dort die Muslime an der Macht sind bringen mich keine 10 Pferde dort hin. Eine Bekannt war mit einer Reisegruppe dort. Wollten ins Tal der Könige. Dazu musste Militär mitfahren wegen Gefahren. Sowas ist doch nicht normal. Wer setzt sich dem noch aus? Es gibt noch andere Reiseziele. Vielleicht merken die Verkäufer nun was sie sich mit ihrer Wahl eingebrockt haben.
iffel1 16.04.2013
3. Wer nach Ägypten fliegt, ist selber Schuld !
Das braucht ein paar Jahre, bis man da wieder hin kann. Derzeit gut für Billigtouristen, die aufgrund der Niedrigpreise auch bereit sind, auf vieles zu verzichten.
Boracaytaucher 16.04.2013
4. So klappt es auch nicht!
Vorweg: Ich kenne Ägypten seit 1984, als Tourismus dort noch weitestgehend unbekannt war. Es gehört eindeutig zur äygptischer Krämermentalität, für Dinge, die nur wenige Leute brauchen und für die es schon in wenigen fußläufigen Minuten 10 Shops gibt, diesen Shops binnen kurzer Zeit weitere 50 hinzuzufügen, und alle bieten nahezu das gleiche Souvenirzeug an, das übrigens containerweise aus China herangeschafft wird. Beispielsweise die unzähligen, den Touristen angebotenen, Wasserpfeifen, sind reine Dekoartikel. Sollte man sie ernsthaft verwenden, dann zerlegen zur Reinigung, sind sie nach sehr wenigen Malen dieser Prozedur reif für das Recycling. Auch an den touristischen Highlight-Spots rund um Luxor gibt es seit Jahren viel zu viele von ihnen, und ihre massiv die Touristen bedrängenden Verkaufsstrategien siond sowieso nicht umsatzfördernd. Nun ist der Tourismus massiv eingebrochen, und sie sind in ähnlicher Situation wie vor Jahren die Kohlekumpel im Ruhrpott: Keiner will mehr ihre Produkte haben, fast keiner kommt noch dahin. Aber nun für die wenigen Touristen die Topspots von Besichtigungen zu okkupieren und zu sperren hilft ihnen überhaupt nicht weiter. Nur werden die Händler den Kontext nicht verstehen.
magoan 16.04.2013
5. immer das Gleiche
Nicht nur die Straßenhändler in Ägypten sind wirklich unverschämt, ich mußte das leider auch schon in anderen muslimischen Ländern feststellen, da helfen auch die verschämten Entschuldigungen der einheimischen Fremdenführer nicht mehr. Wir sind und bleiben für die Ungläubige, ich habe das jetzt kapiert aber leider gibt es immer noch zu viele Naivlinge in unserer Kultur. Wobei, Griechenland momentan auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Was bleibt einem übrig, wir fahren dieses Jahr nach Hoyerswerda!!
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