Sparmaßnahmen: Air Berlin streicht jeden sechsten Hamburg-Flug

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft nimmt mehrere Verbindungen aus ihrem Programm. Von und nach Hamburg sind vom Sparkurs bei Air Berlin gleich drei Ziele betroffen - die Airline soll durch massive Kürzungen wieder profitabel gemacht werden.

Air-Berlin-Maschinen in Hamburg: Mehrere Verbindungen fallen ab Oktober weg Zur Großansicht
DPA

Air-Berlin-Maschinen in Hamburg: Mehrere Verbindungen fallen ab Oktober weg

Berlin - Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin macht mit ihrem Sparprogramm auch vor großen Flughäfen nicht Halt. In Hamburg fällt zum Winterflugplan ab Oktober nahezu jeder sechste Flug weg. Wie die angeschlagene Airline am Dienstag mitteilte, sinkt die Zahl ihrer wöchentlichen Verbindungen dort von ursprünglich geplanten 220 auf 182.

Betroffen seien die Ziele Karlsruhe, Barcelona und Zürich. Auch an anderen Flughäfen fielen Flüge weg, so die Verbindungen Stuttgart-Mailand und Sylt-Köln. Insgesamt sinke die Kapazität bei Air Berlin um zwei Prozent verglichen mit dem Winterflugplan 2011/2012.

Die Verbindungen seien vor allem aufgrund der 2011 eingeführten Steuer auf Flugtickets "nicht mehr rentabel zu betreiben", teilte die Airline mit. Diese Abgabe treffe "nicht mehr nur die Regionalflughäfen, sondern mittlerweile auch größere Standorte". Dies zeige, wie "schädlich und unsinnig" die Steuer sei. Die Abgabe vernichte Arbeitsplätze auch an Flughäfen.

Vier verlustreiche Jahre in Folge haben den Schuldenberg bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft zum Geschäftsjahresende 2011 auf 813 Millionen Euro anwachsen lassen. Der Börsenwert schmolz auf aktuell etwa 208 Millionen Euro. Ein Sparprogramm soll helfen, das Unternehmen mit 9100 Beschäftigten wieder profitabel zu machen. In diesem Jahr verkleinert Air Berlin seine Flotte um 18 Flugzeuge auf 152.

sto/dpa

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