Internetseite Airpano.com: Die Welt im 360-Grad-Format

Die Panoramafotos und Videos zeigen, was mit moderner Technik und viel Zeitaufwand möglich ist: Ein russisches Fotografen-Kollektiv präsentiert auf seiner Webseite berühmte Sehenswürdigkeiten im interaktiven 360-Grad-Blick - von den Pyramiden von Gizeh bis zu Schloss Neuschwanstein.

Panoramafotos: Bilder mit Aussicht Fotos
Oleg Gaponyuk / airpano.com

Berlin - Einmal über Manhattan schweben, oder das Taj Mahal von oben sehen: Auf www.airpano.com ist das ganz ohne teuren Hubschrauberflug möglich. Die Webseite sammelt 360-Grad-Rundum-Fotografien von Metropolen, Sehenswürdigkeiten und Denkmälern aus aller Welt. Auch der Mount Everest, die Niagarafälle und das Monument Valley sind darunter, aus Deutschland ist bisher nur Schloss Neuschwanstein dabei.

Die russischen Fotografen Oleg Gaponjuk, Sergej Rumjantsew und Sergej Semenow sowie sechs weitere Mitarbeiter sind für die digitalen Kunstwerke verantwortlich. Der Nutzer kann mit der Maus oder den Pfeiltasten der Tastatur die Perspektive wechseln, zoomen oder eine Kamerafahrt unternehmen.

Auch mehrere mit großem Aufwand produzierte 360-Grad-Videos sind auf der Seite zu sehen. Ein besonders spektakuläres zeigt Lavaströme an einem Vulkan in Kamtschatka aus der Hubschrauber-Perspektive. Der User kann während dieses Fluges die Perspektive per Maus selbst bestimmen. Um das zu ermöglichen, montierten die Fotografen vier digitale Filmkameras im 90-Grad-Winkel zueinander. Auf ihrer Seite erklären sie detailliert, welche technischen Herausforderungen sie dafür bewältigen mussten.

Die Kosten dafür tragen die Fotografen selbst. "Ich möchte meine Fotos mit denen teilen, die aus verschiedenen Gründen nicht reisen können", schreibt Semenow in einem Statement. Der Grundgedanke der Webseite besteht für ihn darin, "die schönsten Orte unseres Planeten den Menschen auf eine Art zu zeigen, wie das noch niemand gemacht hat: aus der Vogelperspektive und mit der Möglichkeit, sich darin zu bewegen."

Damit der Rundflug nicht zur Ruckelpartie wird, sollten Internetverbindung und Rechner nicht die langsamsten sein. Bislang sind mehr als 120 Panoramabilder und vier Videos zu sehen, in den nächsten Jahren soll das Angebot noch stark ausgeweitet werden.

Gerade wurden Aufnahmen in Singapur und am Great Barrier Reef in Australien abgeschlossen, die in den nächsten Wochen veröffentlicht werden sollen. Danach sind Reisen unter anderem nach Santorini, Barcelona und zum Nordpol geplant.

sto/dpa

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Unter anderem sind das Taj Mahal, die Iguazu-Fälle, Schloss Neuschwanstein und die Pyramiden von Gizeh zu sehen.