Alaska Airline bringt verlorenes Gepäckstück per Helikopter

Wenn eine Fluggesellschaft ein Gepäckstück verliert, muss sie sich darum kümmern, dass es zu seinem Besitzer zurückkehrt. Alaska Airlines nahm diese Aufgabe besonders ernst - und flog einen Koffer per Helikopter hinterher.

Helikopter (Symbolbild)
imago/ Roland Mühlanger

Helikopter (Symbolbild)


Wenn die letzten drei fremden Koffer auf dem Gepäckband ihre Runden drehen, ernüchtert die Erkenntnis: Der eigene Koffer ist weg, und mit ihm die Kleidung, das Shampoo, die Zahnbürste - irgendwo auf dem Weg von der Airline verloren, der Urlaub startet schon einmal ärgerlich. So ging es dem US-Amerikaner Kris Ancone am vergangenen Dienstag.

Der Mann aus dem US-Bundesstaat South Carolina flog nach Anchorage in Alaska. Er landete gegen Mitternacht, als er entnervt feststellen musste, dass sein Gepäck nicht auf dem Band auftauchte. Sein Zeitplan war straff, direkt am nächsten Morgen musste Ancone weiter nach Talkeetna, rund 200 Kilometer nördlich von Anchorage. Er wollte dort eine Hütte bauen - an einem abgelegenen Ort, der nur per Helikopter erreichbar ist.

Normalerweise liefern Fluggesellschaften ihren Passagieren verlorenes Gepäck kostenlos nach, sobald es wieder auftaucht - oft auch, wenn die Kunden bereits an ihre Zielorte weitergereist sind. Ancone rechnete in seiner Abgeschiedenheit nicht damit, seinen Koffer wiederzusehen. Dabei hatte er wichtige persönliche Dinge in seinem Reisegepäck, die er dringend benötigte.

Zu seiner Überraschung habe ihn eine Alaska-Airlines-Mitarbeiterin auf seine Reklamation hin angerufen, schreibt Ancone in einem Facebook-Post. Sie habe ihm zudem geschrieben und die volle Verantwortung für die Nachlieferung seines verlorenen Gepäckstücks übernommen, als er sagte, wie wichtig ihm die Dinge in seinem Koffer seien.

"Alaska Airlines hat mein Gepäck nach Talkeetna gefahren, das mehr als zwei Stunden entfernt ist, und hat mir von dort meinen Koffer per Helikopter gebracht", schreibt er. Dazu postete er ein Video des landenden Hubschraubers.

Ein Sprecher der Airline sagte dem kanadischen Fernsehsender Ktuu zufolge, ein solcher Fall der Gepäcklieferung sei weder ihm in sieben Jahren Amtszeit noch seinen Kollegen untergekommen.

kry

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.