Nach neuneinhalb Tagen Norweger gewinnt in Alaska längstes Hundeschlittenrennen der Welt

Nur wenige Nicht-Amerikaner schaffen es, bei dem Iditarod-Rennen in Alaska zu gewinnen: Dieses Jahr ist es dem Norweger Joar Leifseth Ulsom geglückt. Tierschützer kritisieren den Wettkampf.

Joar Ulsom aus Norwegen mit zwei seiner Hunde auf dem Siegerpodest
DPA

Joar Ulsom aus Norwegen mit zwei seiner Hunde auf dem Siegerpodest


Der Norweger Joar Leifseth Ulsom hat den Iditarod, das längste Hundeschlittenrennen der Welt, in Alaska gewonnen. Neun Tage und zwölf Stunden nach dem Start in Willow erreichte der 31 Jahre alte Schlittenhundeführer mit seinen acht Hunden das Ziel. Wie die Veranstalter mitteilten, traf er am Mittwochmorgen nach 1600 Kilometern in Nome an der Beringsee ein.

Zum gleichen Zeitpunkt waren noch knapp 60 Mitstreiter im Rennen. Der Preis ist in diesem Jahr mit insgesamt 500.000 US-Dollar dotiert.

Der Schlitten des Norwegers an der Ziellinie
AP

Der Schlitten des Norwegers an der Ziellinie

Seit 2013 hatte der in Alaska lebende Ulsom an dem Rennen teilgenommen. In diesem Jahr gewann er zum ersten Mal. Nur selten machen Nicht-Amerikaner den einheimischen Mushern, wie die Lenker eines Schlittenhundegespanns im Fachjargon heißen, den Sieg streitig. Dies war 2005 und 2003 dem Norweger Robert Sorlie und 2002 dem Schweizer Martin Buser geglückt.

Zwei Stunden nach Ulsom ging der gebürtige Franzose Nicolas Petit als Zweiter durchs Ziel. Der 36-Jährige lebt seit den 1990er Jahren in Alaska. Der dritte Platz ging an den 58-jährigen Amerikaner Mitch Seavey. Er hat den Wettbewerb bereits drei Mal gewonnen - 2017 als bisher ältester Sieger in der Geschichte des Rennens.

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Iditarod-Rennen: 1600 Kilometer durch Schnee und Eis

Iditarod wurde 1973 gegründet. Das Rennen findet in Erinnerung an eine Hundeschlitten-Expedition im Jahr 1925 statt, bei der Impfstoff zur Bekämpfung eines Diphtherie-Ausbruchs nach Nome gebracht wurde.

Doch die Hundeschlitten-Rennen sind umstritten: Laut Peta seien im Jahr 2017 insgesamt 150 Hunde beim Iditarod umgekommen. Die Veranstalter bestreiten die Angabe, veröffentlichen aber keine eigenen Zahlen.

cop/dpa



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